Bundesliga

Union Berlins Trainer Fischer: "Nicht immer nur nach Höherem streben"

Schweizer Trainer lobt Loris Karius

Fischer: "Nicht immer nur nach Höherem streben ist auch eine Qualität"

Fühlt sich in Berlin wohl: Urs Fischer.

Fühlt sich in Berlin wohl: Urs Fischer. imago images

Aufstieg, Klassenerhalt, nun Kontakt zu den Europapokal-Rängen - solche Erfolge hätten andere Trainer auf Wechselgedanken gebracht. Nicht aber Fischer. "Ich fühle mich bei Union sehr wohl. Ich glaube, das ist auch eine Qualität, die nicht zu unterschätzen ist: nicht immer nur nach Höherem streben, sondern, wenn vieles aufgeht, das zu schätzen wissen, was man hat", sagt der 54-Jährige im Interview mit dem kicker (Montagsausgabe).

Meine Verlängerung spricht für sich

Urs Fischer
Trainersteckbrief Fischer
Fischer

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Der Schweizer Coach, der nach Stationen beim FC Zürich, FC Thun und FC Basel seit 2018 erstmals im Ausland tätig ist, hatte Anfang Dezember seinen auslaufenden Vertrag bei den Eisernen bis 2023 verlängert. Auch wenn der anhaltende Erfolg Begehrlichkeiten bei anderen Bundesligisten geweckt haben könnte und Spieler wie jüngst Linksverteidiger Christoper Lenz, der im Sommer ablösefrei zu Eintracht Frankfurt wechselt, dem Lockruf der Konkurrenz erliegen, werde er sich nicht in Versuchung führen lassen. "Dazu habe ich mich mehr als deutlich geäußert. Meine Verlängerung spricht für sich", sagt Fischer, der zudem Ersatztorhüter Loris Karius ein Lob ausspricht.

Dass er sauer auf mich ist, damit kann ich gut umgehen.

Urs Fischer zur Situation von Loris Karius

Er könne sich "sehr gut" in Karius hineinversetzen. "Natürlich ist er nicht zufrieden. Es wäre auch Wahnsinn, wenn er es als Ersatzspieler wäre. Dass er sauer auf mich ist, damit kann ich gut umgehen", sagt Fischer. Entscheidend sei, wie die Leihgabe des FC Liverpool, die hinter Andreas Luthe nur die Nummer 2 ist, mit der Rolle umgehe und sich gegenüber der Mannschaft gebe. Und "das", sagt Fischer, "hat Loris bisher sehr gut gemacht".

Im Interview mit dem kicker (Montagsausgabe) spricht Fischer zudem über seine Zeit als Spieler, in der er "nicht der Einfachste" gewesen sei, Lehren daraus für seine Arbeit als Trainer, Emotionen, Kritik an und von Spielern sowie seine Ambitionen.

Andreas Hunzinger, Jan Reinold

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