Bundesliga

Fischer hofft auf Reaktion auf die "Ohrfeige" von Leverkusen

Unions Coach sieht seine Mannschaft nicht im roten Bereich

Fischer hofft auf Reaktion auf die "Ohrfeige" von Leverkusen

Urs Fischer sieht im FC Augsburg eine harte Prüfung für sein Team.

Urs Fischer sieht im FC Augsburg eine harte Prüfung für sein Team. picture alliance/dpa

Urs Fischer hatte schon am Sonntag direkt nach dem 0:5 in der Leverkusener Arena klare Worte gefunden, um die Versäumnisse seiner Mannschaft zu benennen. Auch am Dienstagmittag nannte der Union-Trainer die Pleite bei Bayer keinen kleinen Rückschlag, sondern sagte im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz vor der Partie gegen Augsburg: "Klein war er nicht, ich fand's schon eine Ohrfeige." Bei aller Deutlichkeit in der Aufarbeitung des Spiels vom Sonntag machte Fischer aber auch klar, dass das Thema nun auch passé ist. "Es gehört zum Fußball, das schnellstmöglich aus dem Kopf zu bekommen", sagte der 56-Jährige, "wir wollen morgen Abend eine Reaktion zeigen." Dauerhafte Auswirkungen auf die Befindlichkeit seines Teams befürchtet Fischer nicht, wie er anklingen ließ. Er habe jedenfalls "die Mannschaft sehr fokussiert wahrgenommen", so der Schweizer am Dienstag.

Das ist seiner Ansicht auch nötig, und das nicht nur, weil Union gegen Augsburg in der Bundesliga keine gute Bilanz aufweist (nur ein Sieg bei sechs Duellen, zwei Unentschieden, drei Niederlagen). Fischer erwartet gegen das Team seines Kollegen Enrico Maaßen auch eine harte Prüfung für seine Spieler. Augsburg, so der Coach der Eisernen, sei eine sehr robuste Mannschaft und gehe entsprechend "körperlich sehr aggressiv" zu Werke. Zudem sei der FCA ein Team, "das sehr schnell versucht, hinter die letzte Kette zu spielen und auf die zweiten Bälle zu gehen". Für Union wird das laut des Trainers am Mittwochabend heißen: "Wir werden gefordert sein."

kicker Wochenendrückblick vom 5.2.2023
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Dass den Berlinern, die die Verhältnisse in der Bundesliga in den vergangenen Wochen ziemlich durcheinander gewirbelt haben und sich auf einem rechtschaffenen Höhenflug befanden, zum Ende des Punktspiel-Jahres die Luft ausgeht, glaubt Fischer derweil nicht. Auch mit Blick auf die Partie in Leverkusen. "Wenn ich mir die 1. Halbzeit anschaue - nein", sagte er. Es seien in der BayArena einfach "sehr viele Dinge aufeinandergetroffen, die die Niederlage bedingt hätten, so Fischer weiter. Der Schweizer sieht seine Mannschaft trotz der erneuten Mehrfachbelastung in dieser Saison auch kräftemäßig nicht im roten Bereich. „Ich glaube, dass der Tank nach wie vor gefüllt ist", betonte er, "nicht ganz voll, aber gefüllt". Sein Team sei physisch noch "bereit, ans Limit zu gehen".

"Kleine Chance" bei Rönnow auf WM-Teilnahme

Verzichten muss Union gegen Augsburg erneut auf Stammkeeper Frederik Rönnow (muskuläre Probleme) und Mittelfeldakteur Andras Schäfer (Fuß-OP). Für beide ist das Bundesligajahr 2022 laut Fischer beendet, bei Rönnow gibt es nach den Worten des Trainers noch "eine kleine Chance", dass die Nummer 2 der dänischen Nationalmannschaft mit zur WM nach Katar reisen kann.

Andreas Hunzinger

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