Bundesliga

Vor VfB-Union: Van Drongelen positiv auf Corona getestet

Union will "kein Drama" aus Feyenoord-Spiel machen

Fischer erwartet Reaktion in Stuttgart - Van Drongelen positiv getestet

Nächster Corona-Fall bei Union Berlin: Rick van Drongelen.

Nächster Corona-Fall bei Union Berlin: Rick van Drongelen. imago images/Matthias Koch

Die Pressekonferenz des 1. FC Union Berlin vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) fand im Exil und lediglich virtuell statt. Am Freitag war der Tross von Rotterdam direkt nach Stuttgart weitergeflogen. So sollten die Reisebelastungen zwischen den beiden Auswärtsspielen in der Gruppenphase der Europa Conference League bei Feyenoord Rotterdam (1:3) am Donnerstag und in der Bundesliga am Sonntag so gering wie möglich gehalten werden.

Dieser Plan ist wohl aufgegangen. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, meinte Trainer Urs Fischer. Die Niederlage bei Feyenoord tat weh. Aber allzu enttäuscht wirkte Fischer zwei Tage nach den Punktverlusten von Rotterdam nicht mehr. "Man muss der Mannschaft auch mal ein schwächeres Spiel zugestehen. Man muss wieder aufstehen, daraus lernen und es in der nächsten Partie besser machen", erklärte Fischer. "Wir müssen daraus aber auch kein Drama machen. Dafür haben wir es in den Spielen zuvor einfach zu gut gemacht."

Vor Rotterdam hatte die Mannschaft vier Pflichtspiele in Serie gewonnen. In der Bundesliga gab es neben den beiden Heimerfolgen gegen Arminia Bielefeld (1:0) und den VfL Wolfsburg (2:0) auch einen 2:1-Triumph beim 1. FSV Mainz 05.

Van Drongelen nach zunächst unklarem Befund infiziert

Für die Begegnung in Stuttgart kann Union fast aus dem Vollen schöpfen. Nur die beiden mit Corona infizierten Abwehrspieler Marvin Friedrich und Rick van Drongelen stehen nicht zur Verfügung.

Friedrich war bereits am Dienstag positiv getestet worden. Über die COVID-19-Erkrankung von van Drongelen informierte der Verein am Samstag. Beim Niederländer habe es Mitte der Woche zunächst einen unklaren Befund gegeben. Eine weitere Testung bestätigte die Infektion. Wie Friedrich gehörte van Drongelen aber nicht zum Reisekader für die Spiele in Rotterdam und Stuttgart.

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Union wird sich unabhängig vom sportlichen Geschehen auch in den nächsten Tagen noch mit den Vorkommnissen von Rotterdam abseits des Rasens beschäftigen. Einen Tag vor der Partie hatte es einen Rotterdamer Hooligan-Angriff auf die in einem Lokal sitzende Vereinsdelegation gegeben. Beim Fanmarsch zum Stadion De Kuip gab es bei Auseinandersetzungen mit der Polizei mehrere Verletzte.

Zudem kamen hunderte Berliner Fans zu spät zum Spiel, weil es längere Verzögerungen für die Gästefans beim Einlass gab. "Es gilt als erstes die Ereignisse dieser Tage gründlich aufzuarbeiten mit allen Beteiligten. Dann wollen wir die Zeit nutzen, um das Rückspiel entsprechend vorzubereiten. Es geht um ganz viele verschiedene Dinge, die wir erwarten, dass diese vom Gastgeber professionell vorbereitet werden", hatte Vereinssprecher Christian Arbeit erklärt. Das Rückspiel gegen Feyenoord steht bereits am 4. November an.

Matthias Koch