Bundesliga

Fischer-Abgang? Union-Präsident Zingler öffnet und schließt die Tür

Union-Präsident hofft auf "riesengroße Kirsche auf der fetten Sahnetorte"

Fischer-Abgang? Zingler öffnet und schließt die Tür

Eingespieltes Duo: Urs Fischer (li.) und Dirk Zingler.

Eingespieltes Duo: Urs Fischer (li.) und Dirk Zingler. imago images

Fischer hatte seinen ursprünglich zum Saisonende auslaufenden Vertrag im vergangenen Dezember bis 2023 verlängert. Laut Auskunft des Schweizers ohne Ausstiegsklausel. Sollte Fischer dennoch den Wunsch verspüren, Union nach drei Jahren zu verlassen, wäre Zingler grundsätzlich wohl gesprächsbereit.

"Ich würde Urs Fischer niemals zu etwas zwingen. Das würde mein Respekt ihm gegenüber gar nicht möglich machen. Wenn ein Mensch wie Urs Fischer zu einer Entscheidung kommt, die ihn hier wegführen wollte, dann weiß ich, dass diese Entscheidung begründet und klug ist, weil er ein kluger Mensch ist", sagte Zingler am Freitag in einer Medienrunde.

"Urs Fischer ist einer der besten Trainer in Deutschland"

An Interessenten für Fischer dürfte es nicht mangeln, schließlich führte der 55-Jährige die Eisernen gleich in seiner ersten Saison in die Bundesliga, hielt dann dort zweimal die Klasse - und erreicht möglicherweise in dieser Spielzeit sogar die Qualifikation für den Europapokal.

"Urs Fischer ist einer der besten Trainer in Deutschland, meiner Auffassung nach sogar über Deutschland hinaus. Er ist für uns auch der beste Trainer, weil er sehr ähnlich tickt wie Verantwortliche in diesem Verein. Wir haben ein ähnliches Wertegerüst", sagte Zingler, der am Mittwoch für weitere vier Jahre als Präsident des Klubs bestätigt worden war.

Zingler geht "felsenfest" von Fischers Verbleib aus

Fischers Aussage, dass es auch eine Qualität sein könne, nicht immer nur nach Höherem zu streben, sondern das zu schätzen wissen, was man habe, "deckt sich mit meiner Grundausprägung zu 100 Prozent", sagte Zingler weiter. Auch deshalb geht der seit 2004 regierende Klubchef "felsenfest davon aus, dass Urs Fischer und ich eine tolle nächste Saison hier in der Alten Försterei haben werden".

Möglicherweise beinhaltet die neue Spielzeit auch Auftritte in der Europa League oder in der neuen Conference League, liegt Union doch als Tabellenachter in Reichweite der Europapokalplätze. Sollten die Eisernen einen internationalen Wettbewerb erreichen, "wäre es für uns die Krönung", sagte Zingler. Oder, griffiger formuliert: "Wenn man es schafft, sich im zweiten Jahr in der Bundesliga für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren, wäre das eine riesengroße Kirsche auf einer ganz fetten Sahnetorte, die wir in diesem Jahr sowieso schon essen."

Jan Reinold

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