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FIFA-Ethikkommission stellt Voruntersuchung gegen Gianni Infantino ein

"Mangelnde glaubhafte Beweise"

FIFA-Ethikkommission stellt Voruntersuchung gegen Infantino ein

Das Verfahren gegen ihn wurde bereits wieder eingestellt: FIFA-Präsident Gianni Infantino.

Das Verfahren gegen ihn wurde bereits wieder eingestellt: FIFA-Präsident Gianni Infantino. picture alliance

Wie es in einer offiziellen Stellungnahme der FIFA vom Mittwoch heißt, habe die Vorsitzende der Untersuchungskammer, Maria Claudia Rojas, nach Prüfung der Unterlagen beschlossen, "das Verfahren wegen mangelnder glaubhafter Beweise zu sämtlichen behaupteten Verstößen gegen das FIFA-Ethikreglement einzustellen". Auf der Grundlage der vorliegenden Informationen läge bei keiner der geprüften Handlungen "ein Verstoß gegen das FIFA-Regelwerk" vor.

Geheime Treffen mit Schweizer Bundesanwalt

Im Fokus standen "verschiedene behauptete Verstöße gegen das FIFA-Ethikreglement". Vor allem ging es neben der Buchung eines Privatflugs von Suriname nach Genf um drei geheime Treffen zwischen Infantino und dem Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Anstiftung zum Amtsmissbrauch.

Infantino weist das zurück und versicherte seitdem mehrfach, mit den Behörden vollumfänglich zu kooperieren. "Im Rahmen dieser Sitzungen hat sich nichts auch nur im Entferntesten Illegales ereignet respektive hätte sich die Möglichkeit dazu ergeben", hatte Infantino zuletzt gesagt. "Allein der Gedanke, dass dies der Fall gewesen sein könnte, ist absurd."

Zum Zeitpunkt der Treffen mit Lauber steckte die FIFA noch in der Aufarbeitung der Skandalzeit um Ex-Präsident Joseph Blatter. Allerdings gab es auch Vorwürfe gegen Infantino aus seiner Zeit als UEFA-Generalsekretär, die die Schweizer Justiz beschäftigen.

aho/dpa