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FIFA 21: EA SPORTS gewährt tiefen Einblick ins Gameplay

Mehr Möglichkeiten in der Offensive

FIFA 21: EA SPORTS gewährt tiefen Einblick ins Gameplay

Mit den agilen Dribbling sollen sich Verteidiger auch ohne Spezialbewegung austanzen lassen.

Mit den agilen Dribbling sollen sich Verteidiger auch ohne Spezialbewegung austanzen lassen. EA SPORTS

Am 23. Juli stellte EA SPORTS erstmals diverse Gameplay-Neuerungen vor, am 4. August folgten die Details. Per Pitch Notes lieferte der Entwickler teils sehr präzise Informationen, die mehr darüber verraten, wie in FIFA 21 Fußball gespielt wird. Denn neben den neuen Features geht EA auch einige Grundlagen bezüglich der Kopfbälle, der Verteidigung, des Passspiels und des Blockens an.

Spieler mit Persönlichkeit

Bereits seit vielen Jahren versucht EA SPORTS, die Spieler auf dem virtuellen Platz zu individualisieren. Die Stars der Fußballwelt sollen sich auch in der Simulation abheben. Der jüngste Versuch in FIFA 21 nennt sich "Player Personality" und bedeutet konkret, dass sich mehr Attribute auf einzelne Aktionen auswirken. Beispielsweise werden bei einem Steilpass nicht nur die Werte für Kurz- und langer Pass einbezogen, sondern auch für Übersicht und Ruhe. Diese Neuerung macht besser abgerundete Spieler umso wertvoller.

Bei den von der KI gesteuerten Spielern greift derweil die "Position Personality", durch das neue System sollen sich die Profis noch intelligenter positionieren. In der Offensive wird die Umsetzung über das Attribut Positionsspiel bestimmt. Wer einen hohen Wert besitzt, steht seltener im Abseits, taktet seine Sprints besser, kann Läufe antäuschen, sich als Passoption zurückfallen lassen, eine geschicktere Position für Flanken einnehmen und verfügt über ein besseres Verständnis für Freiräume sowie Passwege.

Hohes defensives Bewusstsein sorgt indes dafür, dass Läufe von den Verteidigern besser antizipiert werden, gefährliche Spieler häufiger gedeckt sind, Pässe leichter abgefangen werden, Flügelspieler vermehrt defensiv aushelfen und Innenverteidiger koordinierter zusammenarbeiten.

Mehr Kontrolle über Läufe

Dass Spieler in der Offensive zu träge sind, sich nicht anbieten oder die falschen Laufwege wählen, ist eine häufige Beschwerde in FIFA. Schließlich wird zu jeder Zeit nur der Ballführer gesteuert. Mit FIFA 21 und dem "Kreative Läufe"-Feature will EA SPORTS zumindest ein wenig Abhilfe schaffen. Durch RB/R1 und LB/L1 sowie den rechten Stick lassen sich die Läufe der Mitspieler anordnen. Anders als bisher bestimmt Ihr dabei die genaue Richtung. Diese "gerichteten Läufe" werden durch visuelle Indikatoren auf dem Feld angezeigt und sind mit bis zu fünf Spielern gleichzeitig möglich.

Wer besonders experimentierfreudig ist, kann aber auch "Player Lock" benutzen. Wenn Ihr beide Sticks eindrückt, behaltet Ihr dauerhaft die Kontrolle über den ausgewählten Spieler - auch nachdem der Ball weitergespielt wird. Dieses Feature erlaubt besonders kreative Laufwege abseits des Spielgeräts.

Neues Dribblingsystem

Offensivvirtuosen wird in FIFA 21 noch eine weitere Möglichkeit geboten, um Chancen zu kreieren. Als Gegenmittel für die Jockey-Funktion führt EA SPORTS das "agile Dribbling" ein: Mit R1/RB und dem linken Stick bewegen alle Spieler den Ball schneller und in enger Führung vom einen Fuß auf den anderen. Ganz ohne Spezialbewegungen soll auf diese Weise am Verteidiger vorbeizukommen sein. Wie flink und präzise ein Spieler das neue Dribbling ausführt, hängt von den Attributen Dribbling, Agilität, Reaktion und Ballkontrolle ab. Solange die Option eingestellt ist, führt die KI das agile Dribbling auch automatisch aus, insofern die Situation es anbietet.

Weniger FIFA-Fails?

Slapstick-Einlagen im Strafraum und nach Tacklings waren in den vergangenen Jahren ein fester Bestandteil von FIFA, sie sorgten für viele Aufreger und lustige Momente. Stolper-Fußball ist aber nicht das Ziel von EA, im neuen Teil sollen Kollisionen deswegen sanfter ablaufen. Das bedeutet zum einen, dass Spieler nun häufiger über gefallene Pendants springen oder ihnen ausweichen. Und zum anderen, dass ein Aufprall weniger heftig ausfällt.

Grundlagenarbeit in FIFA 21

Erster Punkt auf EAs Grundlagenliste sind die Kopfbälle. In FIFA 21 wird es möglich sein, ebenjene manuell auszuführen - also selbst über Platzierung und Druck zu bestimmen. Diese Änderung soll Kopfbälle wieder nützlicher machen, nachdem sie in FIFA 20 äußerst ineffektiv waren. Zwar lässt sich auch noch mit unterstützten Kopfbällen spielen, in allen Online-Modi und FUT ist die manuelle Variante jedoch verpflichtend, um Chancengleichheit sicherzustellen.

In der Defensive werden der Einsatz der Schulter bei Zweikämpfen und das Abdrängen überarbeitet. Das neue Block-System sorgt dafür, dass ein erfolgreicher Block nun stärker von den Werten des Spielers abhängt. Darüber hinaus schraubt EA SPORTS die Intelligenz im Passspiel hoch und fügt neue druckvolle Flanken-Optionen hinzu.

Mehr Freude durch weniger Jubel

Neben den Gameplay-Änderungen hat der Entwickler noch diverse weitere Features geplant, beispielsweise die Rewind-Funktion. Dadurch lassen sich im Anstoß-Modus Schlüsselaktionen erneut spielen. Im neuen Wettkämpfer-Modus simuliert die KI derweil einige der besten FIFA-Profis der Welt und stellt Gelegenheitsspieler damit vor eine ganz neue Herausforderung. Viel Freude sollten zudem die verringerte Jubelzeit und die entfernte Shush-Pose auslösen. Ausgiebiges Feiern führte in der Vergangenheit meist nur zu Frust beim Gegner - insbesondere, wenn auch noch ein provozierender Jubel gewählt wurde.

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Christian Mittweg