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FIFA-Skandal: CAS bestätigt Platini-Sperre

"Kein irreparabler Schaden" für den UEFA-Boss

FIFA-Skandal: CAS bestätigt Platini-Sperre

Konnte sich vor dem CAS nicht durchsetzen: Michel Platini.

Konnte sich vor dem CAS nicht durchsetzen: Michel Platini. picture alliance

Seit dem 7. Oktober ist Platini ebenso wie FIFA-Präsident Joseph S. Blatter auf nationaler und internationaler Ebene im Zuge des Korruptionsskandals beim Weltverband FIFA von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen, auf 90 Tage beläuft sich die Sperre. Platini wollte das so nicht hinnehmen. Mit der Aufhebung der Suspendierung wollte der 60-Jährige erreichen, dass er als Kandidat für die FIFA-Präsidentschaftswahl am 26. Februar 2016 zugelassen werden kann.

Der Internationale Sportgerichtshof lehnt den Einspruch ab, legte aber auch fest, dass die provisorische Sperre allerdings nicht über die 90 Tage hinaus verlängert werden darf. Die CAS-Richter stellten fest, dass die "Aufrechterhaltung der provisorischen Suspendierung für die verbleibende Zeit der 90 Tage zu diesem Zeitpunkt keinen irreparablen Schaden für Michel Platini" bewirke.

Blatter nicht bei der EURO-Auslosung

Am Dienstag hatte sich der UEFA-Boss nach der Anhörung noch zuversichtlich gezeigt, "meine Anwälte waren sehr gut". Bei der Auslosung für die EURO 2016 am Samstag (18 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in Paris wollte der Franzose "vor Ort sein". Doch nun wird er bei der Veranstaltung fehlen.

Das endgültige Urteil der FIFA-Ethiker in der Causa wird noch in diesem Jahr erwartet. Blatter und Platini sollen am 17. bzw. 18. Dezember vor dem Ethikkomitee aussagen. Danach wollen die Ethiker ihre Entscheidung treffen. Die FIFA nahm das CAS-Urteil am Freitag "zur Kenntnis". Mit der Entscheidung habe der CAS die "Vorgehensweise der unabhängigen Ethikkommission bestätigt", teilte der Weltverband mit.

nik/sid