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FIFA 22: Zwei Bayern, zwei Citizens - EA bricht TOTW-Regel

Ungeschriebene Gesetze des Team of the Week

FIFA 22: Zwei Bayern, zwei Citizens - EA bricht TOTW-Regel

Robert Lewandowski, Dayot Upamecano, Kevin De Bruyne und Riyad Mahrez waren allesamt in TOTW 14.

Robert Lewandowski, Dayot Upamecano, Kevin De Bruyne und Riyad Mahrez waren allesamt in TOTW 14. EA SPORTS

Team of the Year (TOTY) und Team of the Season (TOTS) werden logischerweise nur einmal jährlich gekürt, der Player of the Month (POTM) nur einmal im Monat. Das Team of the Week (TOTW) aber hält wöchentlich Einzug in die Packs von FIFA Ultimate Team (FUT), weswegen es in der Community schon fast zum Sport geworden ist, die Nominierten und folglich mit Spezialkarten prämierten Spieler vorauszusagen.

Damit sind nicht die mittlerweile gängigen Leaks gemeint, die feststehende Inhalte schon im Vorfeld bekannt geben. Sondern ausgewiesene FUT- und Fußball-Experten, die die Ergebnisse der internationalen Ligen in der Woche zuvor analysieren und die stärksten individuellen Leistungen als sogenannte Predictions hervorheben. Die Besten unter ihnen erreichen regelmäßig Quoten von bis zu 90 Prozent korrekter Spieler.

Zweimal Teamkollegen in TOTW 14

Zu beachten sind aber nicht nur die puren Performances, sondern auch ein paar Grundregeln: Back-to-back-Nominierungen sind ausgeschlossen, pro Verein kann nur ein Profi ins TOTW aufgenommen werden - mit Ausnahme von Länderspielwochen. In TOTW 14 vom vergangenen Mittwoch hat EA SPORTS dieses ungeschriebene Gesetz selbst gebrochen und jeweils zwei Spieler von zwei Klubs in die Packs gebracht.

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Robert Lewandowski und Dayot Upamecano vom FC Bayern München sowie Kevin De Bruyne und Riyad Mahrez von Manchester City sind gleichzeitig als TOTW-Karten erschienen. Ein ungewohnter Anblick, da sich der Entwickler üblicherweise strikt an seine eigenen Maximen hält. Schriftlich festgehalten sind die TOTW-Regeln natürlich nirgends, EA SPORTS möchte sich Ausnahmen schließlich vorbehalten.

Lewandowski ohne Recordbreaker-Karte

Dennoch mutet das Vorgehen seltsam an, hatte doch keinerlei Not bestanden, je zwei Spieler dieser beiden Vereine aufzunehmen: Robert Lewandowski hatte am letzten Spieltag der Bundesliga-Hinrunde lediglich einmal getroffen - allerdings rekordträchtig. Der Pole erzielte sein 43. Bundesliga-Tor im Kalenderjahr 2021 und pulverisierte damit die alte Bestmarke von Gerd Müller. Traditionell hätte er dafür allerdings ein Recordbreaker-Objekt erhalten müssen.

Tor für Tor: Wie Lewandowski die Gerd-Müller-Marke knackte

Noch unverständlicher erscheint die Auswahl vor dem Hintergrund, dass Serge Gnabry beim 5:0 unter der Woche gegen den VfB Stuttgart mit drei Treffern und zwei Vorlagen durch eine absolute Gala-Vorstellung aufgefallen war, im TOTW aber keine Erwähnung fand. Ähnlich verhält es sich bei City: De Bruyne hatte gegen Leeds United (7:0) einen Doppelpack geschnürt, Mahrez zweimal in Folge zwei Scorerpunkte verzeichnet.

Inform-Integrität mit Zweifeln behaftet

Großartige Auftritte, keine Frage. Aber eben keine Gnabry-Werte. Den FUT-Fans kann es letztlich egal sein, sie werden sich in erster Linie über die starken TOTW 14-Objekte in den Packs und als Rewards gefreut haben - womöglich ein kleines Weihnachtsgeschenk seitens EA SPORTS. Der Integrität der ohnehin schon rar gesäten angeblich leistungsbasierten Promos ist es derweil jedoch keineswegs zuträglich.

An dieser Stelle kommt ein weiterer Faktor ins Spiel, den es auch für Predictions zu berücksichtigen gilt: EA SPORTS möchte selbstverständlich möglichst viele FUT-Packs verkaufen, entsprechend sollen die attraktivsten Profis auch Spezialkarten erhalten. Die sportliche Leistung fungiert als Deckmantel der Inform-Objekte, in finaler Konsequenz dürfte aber der kalkulierte Profit über die Nominierungen entscheiden.

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Niklas Aßfalg