FIFA

FIFA 22: Warum Tik-Tok-Trends einfach, aber auch gefährlich sind

FIFA-Tipps auf TikTok - Fluch ud Segen

FIFA 22: Warum Tik-Tok-Trends einfach, aber auch gefährlich sind

Auf TikTok lassen sich zu FIFA viele Tipps finden, aber auch viel Fake.

Auf TikTok lassen sich zu FIFA viele Tipps finden, aber auch viel Fake. kicker eSport

Sie zeigen uns, wie wir in FIFA Ultimate Team angeblich für wenig Münzen teure Spielerkarten bekommen oder Spiele durch Bugs gewinnen. Die Rede ist von TikTok-Trends. Nicht zuletzt zeigte ein Video auf dieser Plattform, wie Partien ohne Niederlage abgebrochen werden konnten. Für viele ein Geschenk, somit in der Weekend League 16 Siege und die höchsten Belohnungen zu ergattern.

Die Quittung folgte allerdings prompt, denn EA SPORTS blieb dieses Treiben nicht unbemerkt. Am Ende bannte das Unternehmen 30.000 Spieler deswegen.

Der neuste Trend: Der Walkout-Glitch. Laut einem TikToker bekäme jeder einen garantierten Walkout, der sich ein schlechtes Team baut, anschließend auf den Torhüter klickt und dann zum Verein wechselt. Wiederholt er diesen Schritt fünf bis sechs Mal und verkauft danach die Karte per Schnellverkauf ist alles angerichtet. Nur noch das Gold-Pack ziehen.

Klingt absurd und ist es auch. Wie sich herausstellt, handelte es sich um einen Scherz, auf den aber scheinbar viele hereinfielen, denn: Die Beschwerden über das Video waren groß.

Allein diese beiden Beispiele zeigen, dass solche Trends mit Vorsicht zu genießen sind und illegale Aktionen darüber hinaus bestraft werden, wie beim No-Loss-Glitch. Warum gibt es trotzdem immer wieder Trends und wie erkenne ich daran ob sie seriös sind? Unter anderem damit beschäftigte sich der kicker eSport-Talk.

E Sport Talk Artikel Video Teaser 30 11

TikTok vs. Twitter - Wo bekommen FUT-Spieler die beste Beratung?

alle Videos in der Übersicht

Reichweite ohne Mühen

"Grundsätzlich kann auf TikTok jemand ohne Reichweite in kurzer Zeit eine große Masse erreichen und sehr wohl Einfluss auf den Markt nehmen", erklärt der Trader Jan 'GamingAlm' Bergmann. Warum das so einfach gehen kann, liegt für seinen Trader-Kollegen, Sascha 'NoTimeFIFA' Braininger, auf der Hand:

"Wenn man auf TikTok einfach rumscrollt und sich Sachen ansieht, versteht der Algorithmus das. Schaut ihr nur fünf Sekunden ein FIFA-Video wissen die: Ihr schaut FIFA." Aber nicht nur das: Er schließt auch daraus, welche Zielgruppe sich dafür interessieren könnte und schlägt das dieser nun häufiger vor.

Fluch und Segen zugleich, denn: Auf der einen Seite werden Content-Creator mit hilfreichen Videos gepusht, die vielleicht auf anderen Plattformen untergehen würden. Auf der anderen Seite bietet das aber auch Nährboden für jene, die mit Fake-Tipps nur Klicks und Reichweite generieren wollen.

Erst hinter die Kulissen schauen

Die bedienen sich dann auch der Anonymität, anders als auf Twitch, wo in der Regel eine Person auftritt. Wie lässt sich also einschätzen, ob ein Video mit Tipps zu Ultimate Team seriös ist oder nicht?

Für Braininger ist in dem Fall der Werdegang von Bedeutung: "Ein guter Trader definiert sich über die Zeit." Heißt: Taucht eine Anleitung auf, sollte der Zuschauer nicht sofort zum Controller greifen und es nachmachen. Stattdessen lohnt sich ein Blick tiefer in den Account. Hat er über längeren Zeitraum Content gepostet, der Nutzern weitergeholfen hat? 

Ist das Video tatsächlich eine Eintagsfliege und auch über den Ersteller nichts bekannt, ist Vorsicht geboten. Viele Trader bieten daher die Möglichkeit, über einen Discord-Server Fragen zu stellen. Dort kann dann auch geklärt werden, ob der Macher etwas von der Materie versteht oder eben nur auf Reichweite aus ist.

Sven Grunwald

Von Tellerwäschern und Millionären: Die Budgets der Bundesliga-Vereine in FIFA 22