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FIFA 22: TOTY ohne Salah & Co. - kein Deutscher gewählt

Rating-Vergleich lässt Fragen offen

FIFA 22: TOTY ohne Salah & Co. - kein Deutscher gewählt

Mohamed Salah hat nur noch die 12. Mann-Chance auf das TOTY.

Mohamed Salah hat nur noch die 12. Mann-Chance auf das TOTY. EA SPORTS

Sämtliche Leaks, Predictions, Diskussionen und Spekulationen sind obsolet, das TOTY steht fest: Paris Saint-Germain stellt mit Gianluigi Donnarumma, Achraf Hakimi, Marquinhos, Kylian Mbappé und Lionel Messi den Löwenanteil.

Manchester City folgt mit Ruben Dias, Joao Cancelo und Kevin De Bruyne, vom FC Chelsea ist das Mittelfeldduo aus N'Golo Kanté und Jorginho eingezogen.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München ist der einzige Bundesliga-Profi, den die Fans ins TOTY gewählt haben. Die PSG-Dominanz überrascht auf den ersten Blick, hatte der französische Hauptstadtklub in der Saison 2020/21 nicht mal die heimische Meisterschaft gewinnen können.

Bei genauem Hinschauen wird allerdings klar, dass mit Donnarumma, Hakimi und Messi drei Sommer-Neuzugänge im TOTY stehen.

Jorginho zeugt von Community-Gespür

Den Sprung verpasst hatten mit Édouard Mendy und Antonio Rüdiger zwei vielversprechende Profis des Champions League-Siegers, der FC Bayern hatte mit Alphonso Davies, Joshua Kimmich und Thomas Müller noch drei heiße Eisen im Feuer. Bei Letzterem war aufgrund seiner schwer virtuell umsetzbaren Qualitäten schon von vorneherein abzusehen, dass kaum für ihn abgestimmt wird.

Andererseits ist das TOTY keine reine Veranstaltung für FUT-Enthusiasten: Die Wahl von Jorginho beweist, dass auch auf fußballerische Leistungen gesetzt wurde. Der Italiener gilt wegen seines geringen Tempos nicht eben als Liebling der Community.

Auf dem realen Rasen wurde Jorginho hingegen Europameister, Champions League-Sieger und Europas Fußballer des Jahres - kaum jemand hat 2021 derartig abgeräumt.

Salah hinter FUT-Liebling Mbappé

Enttäuscht dürften auch Fans von Mohamed Salah sein, der in den vergangenen Monaten von einigen Experten als bester Spieler der Welt eingeschätzt wurde. Er muss sich hinter Weltfußballer Lewandowski und Ballon d'Or-Gewinner Messi einsortieren, aber auch Mbappé sticht den Ägypter aus. Dabei dürfte wieder der FUT-Aspekt eine Rolle spielen, der schnelle Franzose erfreute sich in FIFA 22 bislang großer Beliebtheit.

Unterm Strich stehen hinter keinem TOTY-Spieler die ganz großen Fragezeichen, jede Wahl kann sportlich gerechtfertigt werden. Anders gestaltet es sich dagegen bei den Ratings: Obwohl die Spezialobjekte erst ab Freitagabend - beginnend mit den drei Angreifern - in die FUT-Packs integriert werden, hat EA SPORTS deren Gesamtbewertungen bereits verraten.

Jorginho und Dias an zweiter Stelle

Lewandowski und Messi stehen mit jeweils 98 Punkten nachvollziehbarerweise an der Spitze der Elf, dahinter ergeben sich jedoch einige Ungereimtheiten:

Jorginho und Dias werden mit je 97 Zählern geführt, ihre Nebenmänner stehen schlechter da: Kanté und De Bruyne müssen sich mit einem 96er-Rating begnügen, Marquinhos verfügt über 95 Punkte.

Wie diese Wertungen zustande kommen, kann nur vermutet werden. Jorginho (85) bleibt in seiner Gold-Version weit hinter De Bruyne (91) und Kanté (90) zurück, Dias (87) liegt gleich auf mit Marquinhos (87) - woher also die Einstufungen? EA SPORTS könnte sportliche Leistungen zugrunde legen, diese Annahme geht aber aus dem restlichen TOTY nicht hervor.

12. Mann als letzte Chance

Letztlich wird der Entwickler aller Voraussicht nach keine Erklärung für die Verteilung der Ratings liefern - ans obere Ende der FUT-Nahrungskette werden ohnehin alle TOTY-Objekte rücken. Bewenden lässt es EA SPORTS bei der Top-Elf vermutlich nicht, traditionell dürfte mindestens noch ein zwölfter Mann erscheinen. Somit gäbe es in den kommenden Tagen doch noch TOTY-Hoffnung für Salah & Co.

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Niklas Aßfalg

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