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FIFA 22: Russland noch spielbar - große Worte, keine Taten

Entfernung seit über einem Monat angekündigt

FIFA 22: Tatenlosigkeit trotz Ankündigung - Russische Teams noch spielbar

Vom Ausschluss russischer Teams ist in FIFA 22 bislang nichts zu sehen.

Vom Ausschluss russischer Teams ist in FIFA 22 bislang nichts zu sehen. EA SPORTS

Tagelang hatten sich die FIFA-Fans im späten Februar gefragt, wie der Entwickler auf die russische Invasion der Ukraine reagieren würde. EA SPORTS meldete sich erstmals am 2. März zu Wort und kündigte an, alle russischen Teams - Nationalmannschaft wie Vereine - aus FIFA 22 entfernen zu wollen.

Mehr als einen Monat später lässt dieses Unterfangen noch auf sich warten. Sowohl die "Sbornaja" als auch die Moskauer Klubs ZSKA, Lokomotive und Spartak sind im Anstoßmodus weiter spielbar - mit und ohne Live-Form. Möglichkeiten zum Update bestanden: Gameplay-Fixes und Anpassungen hatte EA SPORTS in den vergangenen Wochen vorgenommen.

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Drei größere Updates seit Ankündigung

Seit dem 2. März wurden mit Title-Update 7, Live-Tuning-Update 4 und Title-Update 8 drei größere Patches präsentiert. Keiner beinhaltete entsprechende Änderungen.

Auf kicker eSport-Nachfrage vom 2. März verwies EA SPORTS auf das wenige Stunden darauf veröffentlichte Statement. Mehr als diese erste Absichtserklärung ist dahingehend seither in der öffentlichen Wahrnehmung allerdings nicht passiert. 

Gazprom-Logo weiter auf Schalke-Trikots

Über den Ausschluss russischer Teams hinaus hatte der Entwickler damals angekündigt, auch "damit verbundene Änderungen für andere Bereiche des Spiels zu prüfen". In diese lose formulierte Richtung interpretierten die meisten Fans die Thematik des Gazprom-Logos auf den Trikots des FC Schalke 04.

Auch hier gibt es keine Neuigkeiten: Das Emblem des ehemaligen Hauptsponsors der "Knappen" prangt im Spiel weiter auf der königsblauen Brust. Konsequent blieb EA SPORTS im eSport: Russische Spieler und Teams wurden von der FIFA 22 Global Series (FGS) ausgeschlossen, derzeit profitiert davon der Bochumer 'Snakez'.

EA lässt nötige Transparenz vermissen

Solidarität mit der Ukraine hatte EA SPORTS am 2. März mitgeteilt. Ob die Entfernung russischer Teams aus FIFA 22 da der wirkungsvolle Ansatz ist, darf diskutiert werden. Die ausgewählten und angekündigten Maßnahmen sind nach über einem Monat nicht umgesetzt.

Die Ideen waren da, die Taten sind - zumindest in dieser Hinsicht - bislang nicht zu erkennen. Welchen Grund der noch nicht erfolgte Ausschluss hat, nannte EA SPORTS nicht. 

"Wir halten unsere Community über alle getätigten Aktionen auf dem Laufenden", ließ der Entwickler verlauten. Eine öffentliche Mitteilung, wie es um diesen noch nicht abgeschlossenen Prozess bestellt ist, steht noch aus.

Niklas Aßfalg

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