Regionalliga

Fetsch und der OFC sind am Mittwoch im Hessenpokal in Alzenau zu Gast.

Aufstiegschancen gering - Pokal als letzte Hoffnung?

Fetsch vor Hessenpokal-Partie: "Die Gegner sind zum Teil extra motiviert"

Weiß, wie es im DFB-Pokal gehen kann: OFC-Top-Torjäger Mathias Fetsch.

Weiß, wie es im DFB-Pokal gehen kann: OFC-Top-Torjäger Mathias Fetsch. imago images

Große Hoffnungen auf den Aufstieg macht sich Offenbach auch nach dem 4:0-Heimsieg gegen Eintracht Stadtallendorf am Samstag nicht mehr. Der Tabellenführer aus Freiburg liegt mit einem Spiel weniger fünf Punkte vor den Hessen und bleibt mit einer Serie von fünf Siegen in Folge auf Drittliga-Kurs. Bei acht ausstehenden Spielen dürfte der OFC nur noch eine Chance haben, wenn er alle gewinnt. Sollte es nicht mit dem Aufstieg klappen, bliebe noch ein Erfolg beim Hessenpokal.

Einstieg im Viertelfinale

Da die Amateure dieses Jahr wegen der pandemischen Situation auf den Wettbewerb verzichtet haben, steigen die Profis um den OFC schon im Viertelfinale in die Pokalsaison ein. Mit nur drei Siegen wäre man also für den sportlich und finanziell lukrativen DFB-Pokal qualifiziert. "Wir wollen natürlich, wenn es möglich ist, das Finale ziehen", sagte Sreto Ristic der "Offenbach-Post". "Trotzdem muss jedes Spiel erst mal gespielt werden."

Spielersteckbrief Fetsch
Fetsch

Fetsch Mathias

Trainersteckbrief Ristic
Ristic

Ristic Sreto

Regionalliga Südwest - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
SC Freiburg II SC Freiburg II
73
2
Kickers Offenbach Kickers Offenbach
68
3
SV Elversberg SV Elversberg
66

Die erste Partie findet im nur 30 Kilometer entfernten Alzenau statt, gegen das seine Elf in der laufenden Regionalliga-Saison mit 3:0 und 3:1 gewinnen konnte. Trotz der Chance eines Pokalsiegs birgt jede Partie mehr im Schlussspurt der Saison auch eine Gefahr: "Wir nehmen es wie es ist und freuen uns, dass wir etwas erreichen können", betonte der 45-Jährige.

Pokalerfahrung im OFC-Kader

Drei Spieler im Kader des OFC durften bereits für Offenbach im national Pokalwettbewerb spielen, einer davon ist Mathias Fetsch, der nach dem 4:0 am Samstag beim Thema DFB-Pokal ins Schwärmen geriet: "Das waren geile Abende - unter Flutlicht und mit vollen Tribünen", sagte der 32-jährige Stürmer der Hessen. Fetsch zog in der Saison 2012/13 mit dem damals noch drittklassigen OFC bis ins Viertelfinale ein und gewann auf seinem Weg reihenweise gegen Favoriten. "Fürth, Union Berlin, Fortuna Düsseldorf", erinnert sich der Offenbacher Toptorschütze genau.

Nach der Saison wechselte er nach Augsburg und durfte Erstligaluft schnuppern. Über die Stationen Cottbus, Dresden, Kiel und Halle kam er im September 2020 wieder an den Main und entwickelte sich schnell zu einer festen Größe - seine 15 Saisontore nähren trotz starker Konkurrenz aus Freiburg die letzten Aufstiegsträume.

Offenbacher Ruhe trifft auf "extra Motivation"

Im DFB-Pokal netzte er während seiner Karriere bereits viermal ein, weiß aber auch, dass der Cup seine eigenen Regeln schreibt und "kleinere" Vereine oftmals gegen den vermeintlichen Favoriten aufspielen. "Die Gegner sind gegen uns zum Teil extra motiviert", sagt der Offensivspieler, ist sich aber der Stärken seiner Mannschaft bewusst: "Wir wissen, was wir können. Aber erst mal geht es darum, aus einer guten Ordnung heraus zu spielen". Denn die Kickers zeichnet unter Ristic auch die Ruhe aus, wenig kann die Hessen aus der eigenen Ordnung bringen. Dass Standards eine Waffe des OFC sind, passt dazu: "Standard oder nicht - das gehört alles zum Fußball. Wir haben in den letzten zwei Spielen acht Tore erzielt, wir sind in allen Bereichen stark", möchte sich der 32-Jährige aber nicht nur auf die ruhenden Bälle fokussieren. Erstmal rollt der Ball aber, wenn es am Mittwoch (17.30 Uhr) bei Bayern Alzenau los geht.

kon