Bundesliga

"Felix will den Nimbus wahren, das treibt ihn an"

HSV-Idol Wehmeyer vor dem Duell mit Hertha und Magath

"Felix will den Nimbus wahren, das treibt ihn an"

Kennen sich seit fünf Jahrzehnten: Felix Magath und Bernd Wehmeyer (Archivbild aus 2015).

Kennen sich seit fünf Jahrzehnten: Felix Magath und Bernd Wehmeyer (Archivbild aus 2015). imago/Michael Wigglesworth

Bernd Wehmeyer ist inzwischen Vize-Präsident des HSV e.V. und fiebert wie die gesamte Hansestadt dem Duell gegen Hertha BSC und Magath entgegen. Er sagt: "Natürlich gibt es der Partie eine besondere Note, dass es ausgerechnet gegen Felix geht. Und ich weiß, für ihn ist es ebenso besonders." Auch wenn Magath genau dies in den Hintergrund zu rücken versucht. Wehmeyer aber weiß: "Der HSV ist der Verein, der Felix‘ fußballerisches Leben wie kein anderer geprägt hat." Allerdings ist der langjährige Wegbegleiter dennoch sicher, dass Sentimentalitäten keinen Platz haben werden an diesem Donnerstag und dem kommenden Montag: "Felix ist ein absoluter Vollprofi. Und außerdem hat er ja schon mit diversen Vereinen gegen den HSV gespielt."

Respekt vor Magaths Kniffen

Vor dem Profi Magath hat Wehmeyer größten Respekt. "Wir müssen uns darauf einstellen, dass es gegen eine Mannschaft geht, die Felix‘ Mentalität verkörpern wird, Tugenden, für die er in seiner gesamten Karriere gestanden hat: Teamgeist, Stabilität und Durchsetzungsfähigkeit." Das allgemein entstandene Gefühl, dass der HSV mit Rückenwind und der Favorit angeschlagen in die Duelle gehen wird, glaubt Wehmeyer, wird Magath vertreiben. "Er wird seinen Spielern vermitteln, dass das Momentum jetzt keine Rolle mehr spielt, dass es egal ist, dass der HSV aus einer guten und Hertha aus einer wenigen guten Phase kommt. Das sind die Kniffe, die Felix beherrscht."

Zu den Kniffen kommt der Ehrgeiz, der innere Antrieb, den Wehmeyer schätzt und in der anstehenden Konstellation fürchten muss. "Er will den Nimbus wahren, als Trainer in Deutschland noch nie abgestiegen zu sein. Jeder, der ihn kennt, der weiß, wie sehr ihn das antreibt." Wehmeyer kennt ihn seit fünf Jahrzehnten.

Sebastian Wolff