Bundesliga

Felix Kroos zu Becker-Abschied: "Er war kein Unruheherd"

Ex-Union-Spieler Kroos zu Gast im "kicker Daily"-Podcast

Felix Kroos zu Becker-Abschied: "Er war kein Unruheherd"

Ex-Fußballer und Podcaster Felix Kroos.

Ex-Fußballer und Podcaster Felix Kroos. IMAGO/Hübner

Letzte Saison stand Union Berlin am Ende in der Tabelle auf Rang 4 und feierte den Einzug in die Champions League. Jetzt heißt es mit Rang 15 Abstiegskampf. Felix Kroos, der zwischen 2016 und 2020 für Union spielte und danach als Co-Trainer der U 19 arbeitete,  beobachtet die Situation bei seinem Ex-Verein: "So viele Spiele am Stück zu verlieren, habe ich in meiner Karriere selbst nicht erlebt. Dass es so eine Extremsituation wurde, kann man keinem erklären. Ich habe vor der Saison mit Urs Fischer gesprochen. Wir waren uns einig, dass wir einfach mal Zehnter werden wollen. Jetzt würde man sich diesen Tabellenplatz in Berlin natürlich wünschen", sagt er im Podcast "kicker Daily".

Kroos verteidigt Bonucci-Transfer

Kroos äußert sich im Podcast auch zu zwei aktuellen Weggängen bei Union. Im Sommer kam mit Leonardo Bonucci ein Europameister aus dem Jahr 2021 nach Berlin-Köpenick. Der zuvor gehypte Transfer entpuppte sich als ein Missverständnis, nach nur vier Monaten Intermezzo wurde vergangene Woche Bonuccis Wechsel zu Fenerbahce bekanntgegeben. Kroos hat dazu eine deutliche Meinung: "Dass dieser Transfer im Nachhinein kritisiert wird, ist Quatsch. Davor hat ihn jeder gefeiert. Er hatte mit seinem Namen einen riesigen Fokus auf sich. Am Ende hat es nicht funktioniert, es gibt allerdings genügend andere Beispiele, wo ein Transfer am Ende nicht geklappt hat." 

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Ein weiterer Wechsel hatte sich bereits angekündigt, jetzt ist es offiziell: Sheraldo Becker schließt sich Real Sociedad San Sebastian an und erhält dort einen Vertrag bis Sommer 2026, wie der Verein am Donnerstag mitteilte. Der Stürmer wechselte 2019 zu den Eisernen und erzielte in 140 Spielen 24 Tore. Damit verliert Union einen seiner wichtigsten Spieler. 

Becker ganz vorne dabei

Unumstritten war Becker in Berlin nicht, genauso wie David Fofana. "Sheraldos Weggang tut mir am meisten weh. Er hat Berlin in den letzten Jahren geprägt und sich extrem gut entwickelt, war immer mit dem Herzen dabei. Ich würde ihn nicht als Unruheherd bezeichnen. Bei Fofana war es anders. Da gab es einige Vorfälle, wie der verweigerte Handschlag oder das ein oder andere Zuspätkommen. Da ist es vernünftig vom Verein, zu sagen, hier geht es jetzt nicht weiter."

Privat verfolgt er neben Union und Real Madrid, bei dem Bruder Toni bekannterweise spielt, auch seinen Ex-Verein Werder Bremen. "Zwischen Union und Werder mache ich keinen Unterschied, das sind zwei Herzen, die in meiner Brust schlagen. Das ist beides Familie, das ist beides Zuhause." Blickt man vom Abstiegskampf zur Tabellenspitze hat Kroos ebenfalls eine deutliche Meinung: "Leverkusen wird Meister!" 

isf