2. Bundesliga

Feichtenbeiner entmachtet

Cottbus: Porokara im Blickfeld

Feichtenbeiner entmachtet

Michael Feichtenbeiner

Energie-Sportdirektor Michael Feichtenbeiner ist ab sofort nur noch für den Nachwuchs verantwortlich. imago

Feichtenbeiner und Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz gerieten zuletzt immer öfter aneinander. Nun wurden die Konsequenzen aus den Differenzen gezogen. Feichtenbeiner wird ab sofort nur noch für den Nachwuchsbereich tätig sein, Aufgaben bei den Profis hat er nicht mehr.

"Wir haben im Nachwuchsbereich personellen Bedarf. Deshalb die Umstrukturierung", sagte der Cottbuser Präsident Ulrich Lepsch dem Sport-Informations-Dienst (SID). Der Personalbedarf im Nachwuchsbereich vergrößerte sich, da die U23 in der vergangenen Saison den Aufstieg in die Regionalliga schaffte.

Dass anhaltende Streitigkeiten zwischen Feichtenbeiner und Wollitz der Grund für die Änderung waren, wies Lepsch zurück: "Ich werde nicht akzeptieren, dass zwischen Herrn Wollitz und Herrn Feichtenbeiner ein Keil getrieben wird", sagte Lepsch, der jedoch bestätigten musste, dass Wollitz und Feichtenbeiner in der Vergangenheit durchaus "unterschiedliche Auffassungen" hatten.

Pikant ist, dass Feichtenbeiners Vorgänger Steffen Heidrich vor einem Jahr nach Auseinandersetzungen mit Wollitz den Verein verlassen musste. Und auch jetzt hat sich der 44-Jährige im Machtkampf durchgesetzt. Wollitz steigt so mehr und mehr zum starken Mann bei Energie auf. Für die Transfers ist er nun alleine verantwortlich, lediglich bei der Ausgestaltung der Verträge wird ihm die Geschäftsstelle zur Seite stehen.

Eine der ersten alleinigen Verpflichtungen von Wollitz könnte Roni Porokara sein. "Ein äußerst interessanter Spieler! Er kann vorne im Sturm, etwas hängend und auf der Außenbahn spielen", schwärmte Wollitz von dem 26-Jährigen.

Um sich ein genaues Bild von dem finnischen Nationalspieler zu machen, wird entweder Markus Feldhoff oder Vasile Miriuta in den nächsten Tagen nach Schweden reisen.

Keine Zukunft mehr in der Lausitz haben dagegen Valeriy Sokolenko und Adi. Der ukrainische Verteidiger und der brasilianische Angreifer wurden von Wollitz aussortiert und werden ab sofort nicht mehr im offiziellen Kader von Cottbus geführt.