Int. Fußball

FCSB hat kein Recht an der Marke Steaua

Entscheidung in Rumänien

FCSB hat kein Recht an der Marke Steaua

Werden sich an die neuen Klubsymbole gewöhnen müssen: Fans des FCSB Bukarest.

Werden sich an die neuen Klubsymbole gewöhnen müssen: Fans des FCSB Bukarest. imago

Im Dezember 2014 hatte der oberste Gerichtshof in Rumänien einer Klage der rumänischen Armee stattgegeben. Steaua, Rumäniens Rekordmeister und 1986 Gewinner des Europapokals der Landesmeister, war 1947 als Armeeklub gegründet worden, ging nach dem Ende des Kommunismus jedoch in Privatbesitz über und durfte in den weiteren Jahren auch sämtliche Klubinsignien verwenden. Die Situation änderte sich im Jahre 2004, als der in Rumänien umstrittene Politiker und Geschäftsmann George "Gigi" Becali die Mehrheit im Klub übernahm.

Das gefiel den Verantwortlichen bei den Streitkräften respektive dem Verteidigungsministerium offenbar ganz und gar nicht - es wurde Klage eingereicht. Ein Rechtsstreit wurde entfacht, der sich über Jahre hinzog und ein vermeintliches Ende im Dezember 2014 fand. Doch weit gefehlt: Der Verein, inzwischen unter dem Namen FCSB Bukarest aktiv, gab nicht auf und legte Einspruch ein. Auch gegen eine Entscheidung, dass ein 2016 von der Armee neu gegründeter Klub unter dem Namen CSA Steaua Bukarest in der 4. rumänischen Liga starten darf.

FCSB Bukarest - Vereinsdaten
FCSB Bukarest

Gründungsdatum

07.06.1947

Vereinsfarben

Rot-Blau

Nun aber hat der oberste Gerichtshof ein endgültiges Urteil gefällt und entschieden, dass der von George Becali geführte FC FSCB keinen Anspruch auf den Namen Steaua hat und diesen auch nicht verwenden darf. Die Entscheidung ist rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden.

Das Ende der Posse ist damit aber noch längst nicht erreicht, denn jetzt steht ein anderer Prozess an. Dabei geht es um Regressansprüche von CSA Steaua, dem neu gegründeten Armeeklub, und FC FCSB. CSA Steaua verlangt Schadensersatz in Höhe von 37 Milionen Euro, weil FC FCSB und Becali die Marke Steaua Bukarest zwischen 2004 und 2014 zu Unrecht verwendet haben.

drm