3. Liga

1. FC Saarbrücken: Coach Kwasniok hofft auf "Augenschmaus" in Mannheim

Saarbrücken setzt auf aggressives Pressing

FCS-Coach Kwasniok hofft auf "Augenschmaus" in Mannheim

In Kaiserslautern fehlte Lukas Kwasniok die Effektivität vor dem Tor.

In Kaiserslautern fehlte Lukas Kwasniok die Effektivität vor dem Tor. imago images

Tabellenführer Saarbrücken ist am Samstag zum Punkten "verdammt": Nach drei Remis in Folge ist Dynamo Dresden inzwischen punktgleich. Auch die Verfolger Hansa Rostock und Ingolstadt könnten angesichts von nur zwei Punkten Rückstand theoretisch vorbeiziehen. Dementsprechend ärgerte sich Saarbrückens Trainer Lukas Kwasniok ein wenig über die englische Woche, aus der nur drei Punkte resultierten: "Wir haben extrem viel Aufwand betrieben und unter dem Strich müssen wir schon sagen, dass der Ertrag ein bisschen zu gering gewesen ist für die Spielleistung." Diese sei "ausgezeichnet" gewesen, ein wenig mehr Punkte wären deshalb "verdient".

Starke Offensive

"Aber das ist kein Wunschkonzert", weiß auch der 39-Jährige. "Wir waren nicht effektiv genug vor dem Tor und haben das eigene nicht ganz so gut verteidigt bekommen. Dementsprechend gilt es diese Punkte gegen Mannheim zurückzuholen, wenn es möglich ist." Mit Waldhof Mannheim erwartet den FCS eine ähnlich spielstarke Mannschaft. Die Saarländer schossen bisher 24 Tore (Topwert der Liga, gemeinsam mit 1860), Mannheim 21 - Waldhof hat aber zwei Spiele weniger auf dem Konto.

"Es ist eben ihr Spiel auch nach vorne zu agieren", analysierte Kwasniok. "Sie kreieren viele Chancen, aber lassen auch einige zu. Es könnte ein Augenschmaus werden - also hoffe ich zumindest für die Zuschauer." Am Ende hänge viel davon ab, welche Mannschaft auch unter Druck den Ball laufen lassen könne. "Vielleicht bist du dann schon, weil es ein Derby ist, ein bisschen nervöser und schlägst den Ball mal ein bisschen früher nach vorne", mutmaßte der Saarbrücker Trainer. "Dann kann es schon auch ein sehr wildes Spiel werden."

Sie wollen Fußball spielen, wir wollen sie aber nicht lassen.

Lukas Kwasniok

Dementsprechend werde Saarbrücken versuchen, Ball und Gegner zu kontrollieren. "Ich hoffe, dass unser Angriffspressing etwas aggressiver sein wird als zuletzt gegen Lautern, sodass der Gegner gar nicht anders kann, als den langen Ball zu schlagen", so Kwasniok. Das sei auch Schwerpunkt im Training gewesen. "Sie wollen Fußball spielen, wir wollen sie aber nicht lassen", fasste es der FCS-Coach zusammen. Personell gibt es beim Aufsteiger keine großen Veränderungen: Sebastian Bösel sei noch keine Option für das Wochenende. Minos Gouras sei nach überstandener Schlüsselbeinverletzung wieder schmerzfrei, durch den Trainingsrückstand in Mannheim jedoch "tendenziell noch kein Thema".

kon