3. Liga

1. FC Kaiserslautern: Rund 5 Millionen Euro bleiben auch nach Insolvenzabschluss offen

Kapitalgesellschaft schuldenfrei - e.V. hat Restlast zu tragen

FCK: Rund 5 Millionen Euro bleiben auch nach Insolvenzabschluss offen

Licht und Schatten beim 1. FC Kaiserslautern.

Licht und Schatten beim 1. FC Kaiserslautern. imago images

Der Abschluss des Insolvenzverfahrens befreit die Kapitalgesellschaft des Fußballklubs jetzt auch offiziell von einem Schuldenberg in Höhe mehr als 20 Millionen Euro. Auf den 1. FC Kaiserslautern e.V., seit der Ausgliederung im September 2018 die Muttergesellschaft der KGaA, trifft dies aber nicht zu. Dieser hat in den kommenden Jahren mit alten und neuen finanziellen Belastungen zu kämpfen.

Insgesamt entfallen nach kicker-Informationen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von fünf Millionen Euro auf den e.V. Der Großteil, rund 3 Millionen Euro, steht dem Finanzdienstleister Quattrex zu. Dieser war im Insolvenzverfahren der KGaA mit einer Gesamtforderung von 9,6 Millionen Euro der größte Gläubiger. Von dieser Summe wurden Kreditverträge mit einem Volumen von 6,9 Millionen jedoch schon vor der Ausgliederung der Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft direkt mit dem e.V. in den Jahren 2016 bis 2018 abgeschlossen.

Einigung mit Quattrex auf Restschuld von weniger als 50 Prozent

Für diesen Betrag hatte das Stuttgarter Unternehmen ein sogenanntes Durchgriffsrecht und hätte die Millionensumme nach der Insolvenz der KGaA beim e.V. einfordern können, was jedoch zwangsläufig auch zu dessen Zahlungsunfähigkeit und einem weiteren Insolvenzverfahren geführt hätte. In monatelangen Verhandlungen ist es den Verantwortlichen nach kicker-Informationen gelungen, sich mit Quattrex auf eine Restschuld von weniger als 50 Prozent der möglichen 6,9-Millionen-Euro-Forderung zu einigen. Doch auch die übrigen drei Millionen Euro machen den Pfälzern zu schaffen.

Zusammen mit der 2022 anstehenden Rückzahlung einer Fan-Anleihe (1,9 Millionen Euro) sowie kleineren Beträgen ausstehender Transferforderungen summieren sich die ausstehenden Verpflichtungen auf rund 5 Millionen Euro. Dem stehen einzig Einnahmen aus den jährlichen Beiträgen der rund 17.000 Mitglieder gegenüber, die dafür nicht ausreichen. Während die KGaA sich somit als der Gewinner des Insolvenzverfahrens bezeichnen darf, kommt die Ausgliederung den e.V. zwei Jahre später teuer zu stehen. Zeitnah müssen Modelle zur Finanzierung und damit dem Überleben des e.V. erarbeitet werden.

Moritz Kreilinger

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