3. Liga

1. FC Kaiserslautern ist mental gefestigt - Fehlt Hanslik bei 1860?

Bei Kraus sieht es gut aus

FCK "plötzlich auf Augenhöhe" - Ohne Hanslik bei den Löwen?

Unter ihm ist der FCK im Aufwind: Marco Antwerpen.

Unter ihm ist der FCK im Aufwind: Marco Antwerpen. imago images

Vor seinem Dienstantritt in der Pfalz hat der FCK magere 0,95 Punkte im Schnitt ergattert. Mit Marco Antwerpen in der Trainerrolle sind es 1,42 - und die Roten Teufel stehen erstmals seit langer Zeit wieder über dem ominösen Strich.

Der Saison-Endspurt mit noch vier verbleibenden Spielen beginnt am Dienstagabend auswärts bei 1860 München an der Grünwalder Straße. Ein Duell mit viel Tradition, gekennzeichnet auch durch die freundschaftliche Verbundenheit zwischen den beiden Klubs. Die Lauterer, die noch um den am Oberschenkel angeschlagenen Offensivmann Daniel Hanslik (vier Tore in den letzten drei Spielen) bangen, aber in Sachen Rückkehr von Defensivkraft Kevin Kraus zuversichtlich sind (Antwerpen: "Er tut uns als starker Kopfballspieler gut"), brauchen noch jeden Zähler im Abstiegskampf. Die Löwen befinden sich indes mit 23 Punkten mehr als der FCK mittendrin im Rennen um den Aufstieg in die 2. Liga.

Potenzial ans Tageslicht gebracht

Dennoch sieht Antwerpen beide Mannschaften derzeit "auf einmal" auf Augenhöhe, zumal "1860 das Spiel unbedingt gewinnen will, das kann uns zudem noch in die Karten spielen." Antwerpen, dessen Team seit sechs Partien ungeschlagen ist, hat zweifelsohne nach einer gewissen Anlaufzeit das Potenzial des Teams ans Tageslicht gebracht. Sicher profitierte der 49-Jährige auch von den Wintertransfers - insbesondere Jean Zimmer, Felix Götze und Marvin Senger -, doch es ist weit mehr als nur das frische Personal, was das Spiel der Roten Teufel erfolgreich macht: Es trägt erstmals in dieser Saison die Handschrift eines Trainers.

Klare Ansagen und neue taktische Varianten

Grundtugenden wie Kampf und Leidenschaft sind zurück auf dem Betzenberg. Auch von Rückschlägen ließ sich die Elf nicht mehr aus der Bahn werfen, sie wirkt mental gefestigt. Mit klaren Ansagen, wie etwa dem zwischenzeitlichen Verzicht auf Top-Torjäger Marvin Pourié, neuen taktischen Varianten, wie der Umstellung auf eine Dreierkette, und pausenloser Unterstützung von der Seitenlinie hat der Coach den FCK wiederbelebt.

Antwerpens fast schon obligatorische Kritik am Schiedsrichter mag manchmal übertrieben sein, doch auch damit hat er einen wichtigen Teil zur Wende beigetragen: Er lenkte die Aufmerksamkeit in einer schwierigen Phase auf sich, weg vom kriselnden Team.

aho/mk

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