2. Bundesliga

HSV knackt Heidenheim - Fehlstart für Hannover und Bielefeld perfekt

2. Bundesliga, 3. Spieltag

FCK erobert Rang zwei - Kiel ringt FCM nieder - Braunschweig weiter punkt- und torlos

Matchwinner für ihre Teams: Lauterns Boyd, Kiels Pichler und Darmstadts Vilhelmsson.

Matchwinner für ihre Teams: Lauterns Boyd, Kiels Pichler und Darmstadts Vilhelmsson. IMAGO/Eibner

Boyd trifft und bereitet vor: Lautern erobert Rang zwei

Der 1. FC Kaiserslautern hat eine Woche nach dem knappen Pokal-Aus gegen Freiburg wieder in die Erfolgsspur gefunden: Die Roten Teufel gewannen ihr Heimspiel gegen den FC St. Pauli 2:1. Sturmtank Boyd erzielte die frühe Führung für den FCK, indem er einen sehenswerten Spielzug per Kopfball abschloss (9.). Danach hätten die Pfälzer sogar nachlegen können, doch Wunderlich schoss knapp vorbei (44.), Boyd traf nach der Pause aus einem Meter nur den Pfosten (65.), machte seinen Fauxpas aber wieder gut, indem er kurz vor Schluss das 2:0 durch Redondo vorbereitete (88.). Spannung kam nochmal auf, als Medic nach einer Ecke wieder verkürzte (88.), am Ende stand aber Lauterns zweiter Saisonsieg. Der FCK ist damit seit dem Aufstieg noch ungeschlagen und steht nun auf Rang zwei.

Knackpunkt Elfmeter: Kiel fährt ersten Sieg ein

Kaiserslauterns Mitaufsteiger Magdeburg ging im Parallelspiel leer aus. Der FCM unterlag Holstein Kiel 1:2. Die Störche, die unter anderem ohne Holtby und Reese antraten, gingen nach einer Ecke durch Komenda in Führung (18.). Ein sehenswerter Treffer von Ceka hatte noch vor der Pause den verdienten Ausgleich zur Folge (43.). Als Knackpunkt erwies sich schließlich die 56. Minute: Der bereits verwarnte Lawrence foulte Skrzybski im Strafraum und flog mit Gelb-Rot vom Platz. Den fälligen Strafstoß verwandelte Pichler. In Überzahl ließ Kiel die Hausherren nicht mehr aufkommen, verpasste es aber, vorzeitig für klarere Verhältnisse zu sorgen.

Trotz pariertem Strafstoß: Braunschweig weiter punkt- und torlos

Der dritte Aufsteiger, Eintracht Braunschweig, fiel derweil ans Tabellenende zurück. Die Niedersachsen konnten den Schwung aus dem Pokalsieg gegen Hertha BSC nicht nutzen und unterlagen beim Wiedersehen mit Ex-Trainer Torsten Lieberknecht Darmstadt 98 0:1. Nach einer ereignisarmen ersten Hälfte unterlief Eintracht-Keeper Fejzic kurz nach Wiederbeginn ein Foulspiel an Mehlem im Strafraum. Den anschließenden Elfmeter von Tietz parierte der Schlussmann (48.). Weil Darmstadts Angreifer nach mehr als einer Stunde eine weitere Großchance ausließ und beide Teams ansonsten wenig Offensivzug zeigten, schien es auf ein Remis hinauszulaufen - kurz vor Schluss war es dann der eingewechselte Vilhelmsson, der vor Fejzic die Nerven behielt und den 1:0-Siegtreffer markierte.

Drittes Spiel, dritte Niederlage: Bielefeld verliert auch in Rostock

Am Samstagabend unterlag Arminia Bielefeld auch bei Hansa Rostock. Die Ostwestfalen verloren das dritte Zweitliga-Spiel nach dem Abstieg und hängen früh im Keller fest. Die Ostseestädter gingen engagierter in die Partie und belohnten sich mit dem Führungstreffer durch Pröger. Die Gäste aus Bielefeld enttäuschten in den ersten 45 Minuten komplett, kamen aber deutlich bissiger aus der Kabine und schafften durch Serra den dann verdienten Ausgleich. Das Spiel stand auf des Messers Schneide, aber mit leichten Chancenvorteilen für die heimische Härtel-Elf. Nach einer Ecke in der Schlussphase fiel der Ball Abwehrmann Roßbach vor die Füße, der aus kurzer Distanz entscheidend zum 2:1-Siegtreffer abstaubte. Für Arminia war es die dritte Niederlage im dritten Zweitliga-Spiel nach dem Abstieg.

Glatzel nutzt vierte Chance - HSV oben dabei

Der Hamburger SV hat sich vor seinen Fans rehabilitiert. Dem 0:1 gegen Rostock folgte am Samstag ein verdientes 1:0 gegen den zuvor noch makel- und gegentorlosen 1. FC Heidenheim. Glatzel, der zuvor drei Gelegenheiten ausgelassen hatte, köpfte gegen seinen Ex-Klub kurz vor der Pause - überraschend unbedrängt - das goldene Tor (42.). Der FCH verkaufte sich gegen die dominanten Gastgeber zwar gut, blieb offensiv aber im ganzen Spiel zu harmlos. Vielmehr vergab der kurz zuvor eingewechselte Bilbija freistehend das 2:0 (90.+1).

Pieringer schlägt erneut zu - Hannover verspielt Pausenführung

Hannover 96 dagegen hat - begleitet von der Unruhe im Umfeld - einen Fehlstart hingelegt. Nach dem 2:4 beim SC Paderborn steht der Aufstiegsaspirant mit nur einem Zähler da. Nielsen, der ein böses Missverständnis zwischen SCP-Keeper Huth und van der Werff ausnutzte (12.), sowie Teuchert (36.) trafen zwar - bei einem Krajnc-Eigentor auf der Gegenseite (27.) - zur 2:1-Pausenführung. Doch danach drehten die Gastgeber richtig auf: Pieringer, der im Pokal viermal getroffen und vor der Pause an der Latte gescheitert war, traf zum 2:2 (52.), Schallenberg nach einem Zieler-Patzer zum 3:2 (59.). 96 wurde im zweiten Durchgang abgesehen von Köhns Freistoß an den Pfosten (54.) nicht mehr gefährlich und kassierte noch ein viertes Gegentor (Platte, 89.).

2. Bundesliga, 3. Spieltag

FCN trotzt frühen Rückschlägen - Mathenia rettet 0:0

Jahn Regensburg hat seinen ersten Punktverlust hinnehmen müssen, bleibt aber ohne Gegentor: In einem über weite Strecken zähen Spiel trennten sich die Oberpfälzer vom 1. FC Nürnberg mit einem 0:0. Die Gäste hatten dabei frühe Rückschläge wegzustecken: Möller-Daehli verletzt sich beim Aufwärmen, Handwerker kurz nach dem Anpfiff womöglich schwerer. Danach vergab Daferner die Club-Führung (12.), auf der Gegenseite scheiterte Albers an Mathenia (26.). Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Geduldsspiel, in dem nur Albers ein Tor auf dem Fuß hatte, aber wieder in Mathenia seinen Meister fand (81.).

Sandhausen düpiert Düsseldorf

Düsseldorf übte am Freitagabend in Sandhausen von Beginn an Druck aus, drängte vehement auf die Führung und erspielte sich auch die ein oder andere Chance. Weil der SVS unter dem Strich aber kämpferisch gut dagegenhielt, fand sich die spielerisch überlegene, aber wenig effiziente Fortuna in einem Geduldspiel wieder - und kassierte zudem unmittelbar nach dem Seitenwechsel durch Bachmann die kalte Dusche (46.).

In der Folge drückten die Düsseldorfer noch mehr, doch der Erfolg blieb aus, sodass sich die Sandhäuser letzten Endes dank einer geglückten Offensivszene und konzentrierter Abwehrarbeit die drei Punkte krallten. 

Fürth und KSC weiter sieglos

Im Krisen-Duell zwischen Fürth und Karlsruhe taten sich beide Mannschaften schwer, Akzente zu setzen. Hüben wie drüben gab's viel Stückwerk zu sehen, sodass es wenig überraschend lange Zeit torlos blieb. Die Franken waren einen Tick engagierter, entwickelten aber ebenso wenig Torgefahr wie der KSC - bis zur 57. Minute: In dieser wurden weder Hrgota noch Ache konsequent attackiert, was der Ex-Frankfurter mit dem 1:0 für die SpVgg quittierte. Weil aber Haddadi einen Wanitzek-Schuss per Hand im eigenen Sechzehner stoppte, gab es nach VAR-Einsatz Strafstoß für die Badener - Wanitzek glich souverän aus (66.). Kurz darauf bejubelte Wanitzek schon seinen vermeintlichen Doppelpack, doch der zählte wegen einer Abseitsstellung nicht - und am Ende trennten sich die beiden Klubs leistungsgerecht remis; ein Remis, das weder den Fürthern noch den seit nunmehr saisonübergreifend zehn Saisonspielen sieglosen Karlsruhern weiterhilft.

Diese Zweitliga-Neuzugänge für die Saison 2022/23 stehen fest