3. Liga

FCI-Coach Oral: "Auf sieben bis acht Positionen wechsle ich sicher nicht"

System mit Raute hat Zukunft - aber auch Kinderkrankheiten

FCI-Coach Oral: "Auf sieben bis acht Positionen wechsle ich sicher nicht"

Er will Wiedergutmachung für das 1:4 gegen Mannheim: FCI-Coach Tomas Oral.

Er will Wiedergutmachung für das 1:4 gegen Mannheim: FCI-Coach Tomas Oral. imago images

Eine lange Trainingswoche mit viel Arbeit liegt hinter den Schanzern. Trotz der klaren Niederlage findet Tomas Oral bei der Aufarbeitung einige positive Aspekte: "Wir haben uns viele Torchancen herausgearbeitet, was in den vergangen Spielen nicht immer der Fall war. Wenn wir so weiterarbeiten, werden wir auch unsere Tore erzielen. Aus so einer Partie können wir eine Menge lernen." Auch wenn das Ergebnis mit 1:4 ernüchternd ausfiel, behält Ingolstadts Trainer die Ruhe, was wohl auch am Spielverlauf liegt. "Es gibt für uns keinen Grund, alles über den Haufen zu werfen. Mir ist wichtig, den Heißhunger und die Gier nicht zu verlieren, Spiele zu gewinnen. Auf sieben bis acht Positionen wechsle ich sicher nicht", ist der Coach weit davon entfernt, alles schlechtzureden.

Die erfolgreiche Systemumstellung auf Raute im Waldhof-Spiel bleibt für den 47-jährigen Motivator ein taktisches Hilfsmittel, das in Zukunft eine wertvolle "Waffe" sein könnte: "Ob wir 4-3-3 oder 4-4-2 spielen - wir sind immer in der Lage, darauf umzuswitchen. Nur geht so etwas nicht von heute auf morgen, es sind andere Automatismen und andere Abläufe." Doch wie es "Waffen" so an sich haben, sie sind nicht ganz ungefährlich - und in dieser stecken noch einige Kinderkrankheiten. Von daher ist diese noch unausgereifte Raute ein zweischneidiges Schwert: "Man konnte schon sehen, dass wir uns mit der Raute sehr viele Torchancen herausgespielt haben. Aber wir haben auch zwei Gegentore zugelassen, die wir so von unserer Mannschaft nicht kennen." Trotzdem fällt das Gesamturteil des Trainers über dieses Experiment positiv aus. "Die Raute wird in Zukunft immer eine Option sein."

Orals FCM-Erinnerungen: "Dürfen im Leben nicht verlieren"

Auf dem Papier sieht die Aufgabe für das zweitstärkste Heimteam der 3. Liga gegen den Abstiegskandidaten Magdeburg am Sonntag nicht gerade schwierig aus. Wäre da nicht die böse Erinnerung an den vorletzten Spieltag (0:2) der vergangenen Saison, als der FCI gegen den gleichen Gegner in einer ähnlichen Tabellenkonstellation Schiffbruch erlitten hat. Der listige Trainerfuchs Oral blendet das letzte Aufeinandertreffen weitestgehend aus: "Ich gebe da gar nichts drauf. Denn jede Statistik ist dazu da, sie zu verändern oder zu brechen." Doch ganz kalt lässt ihn die Erinnerung an die letzte Begegnung nicht. "Das letzte Spiel dürfen wir im Leben nicht verlieren."

Der Tabellen-19. Magdeburg hat bereits einige Turbulenzen in dieser Saison hinter sich. "Es gab interne Unruhe, Spieler waren aus dem Kader draußen und nicht mehr dabei. Dazu haben sie einen neuen Sportdirektor", erklärt der FCI-Coach die Situation des nächsten Gegners und sieht beim Direktvergleich der Mannschaften nur minimale Unterschiede: "Wir haben konstanter gepunktet und besitzen ein stabileres Gerüst."

Eckert Ayensa könnte am Sonntag bereits auf der Bank sitzen

Die Personallage der Schanzer bleibt derweil angespannt. Mit Vorzeigekämpfer Rico Preißinger, der sich gegen Mannheim eine Schlüsselbeinfraktur zugezogen hat, erhöht sich die Zahl der Ausfälle oder Wackelkandidaten auf sechs.

Zu ihm gesellen sich Mittelfeldabräumer Robin Krauße (Kapselzerrung), Ersatzkeeper Robert Jendrusch (Sprunggelenksverletzung), Außenverteidiger Peter Kurzweg (Kapselverletzung) sowie die beiden langzeitverletzten Angreifer Dennis Eckert Ayensa (Muskelverletzung) und Thorsten Röcher (Adduktorenprobleme). Oral ist zuversichtlich, zumindest zeitnah wieder auf ein Duo zurückgreifen zu können: "Krauße hat schon wieder leicht mittrainiert, aber es wird für dieses Wochenende bei ihm sehr knapp werden. Eckert Ayensa hat drei Tage mittrainiert, er kann eine Option von der Bank werden." Sicher wäre diese Bankoption kein Nachteil, vor allem da der FCI in der laufenden Spielzeit noch kein Jokertor erzielt hat.

Bernd König

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