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FC Parma fehlt Geld für Heimspiel gegen Udinese

Staatsanwaltschaft beantragt Konkurs des FC Parma

FC Parma fehlt Geld für Heimspiel gegen Udinese

Auf ihn muss Parma hoffen: der neue Klub-Präsident Giampietro Manenti.

Auf ihn muss Parma hoffen: der neue Klub-Präsident Giampietro Manenti. imago

Am Montag war die Frist abgelaufen, bis zu der der neue Klubpräsident Giampietro Manenti fällige Spielergehälter und Steuern in Millionenhöhe zahlen sollte. Manenti hatte versichert, dass das Geld für die Zahlung der Gehälter vorhanden sei. Am Dienstag wurden drei Lastwagen und ein Auto des Klubs gepfändet. Nun wurde bekannt, dass Parma so klamm ist, dass sogar das Heimspiel gegen Udinese Calcio am Sonntagnachmittag auf der Kippe steht, weil der Verein nicht das nötige Geld für Ordner, Stromkosten, Rettungskräfte und die Organisation der Partie aufbringen könne. Parma soll demzufolge bereits den Ligaverband über die Notsituation informiert haben.

Dem dreimaligen Europapokalsieger droht nicht nur ein Punktabzug, sondern das endgültige Aus. 2013 hatte der Klub angeblich 300.000 Euro Steuern auf die Gehälter einiger Spieler nicht bezahlt. Das hatte bereits im Sommer Folgen. Denn obwohl sich Parma sportlich für die Europa League qualifiziert hatte, wurde dem Verein die Lizenz verweigert, international zu spielen. Das Schlusslicht der Serie A hatte zusätzlich im Dezember einen Zähler abgezogen bekommen, da die Steuern nicht gezahlt wurden.

Wegen der erneuten Fristverletzung bei der Zahlung von Verbindlichkeiten könnten Parma bis zu fünf Punkte abgezogen werden. Im Falle einer Pleite droht dem derzeitigen Schlusslicht der Serie A der Neustart in der italienischen Amateurliga.

las/dpa