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FC Nöttingen angefressen: Möglich, zu zwölft zu spielen

Oberliga Baden-Württemberg

FC Nöttingen angefressen: "Es ist ohne große Strafen möglich, mit zwölf Spielern zu spielen"

Einspruch abgewiesen: Der FC Nöttingen muss die Punkte aus dem Spiel beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen endgültig abschreiben.

Einspruch abgewiesen: Der FC Nöttingen muss die Punkte aus dem Spiel beim FSV 08 Bietigheim-Bissingen endgültig abschreiben. imago images/Eibner

Oberliga Baden-Württemberg

Es war eine umkämpfte und in einigen Szenen auch sehr hitzige Partie, die sich der FSV 08 Bietigheim-Bissingen und der FC Nöttingen am 8. Oktober geliefert hatten. Beim Schlusspfiff, die Partie endete 2:1 für die Bissinger, hatte keiner der beiden Kontrahenten mehr elf Mann auf dem Platz, auf Seiten der Heimelf gab es einmal Rot, die Gäste mussten einmal Gelb-Rot und einmal Rot schlucken. Doch die Bissinger, so soll es ein Video zeigen, hatten vor den insgesamt drei Platzverweisen in der Schlussphase für 16 Sekunden zwölf Mann auf dem Feld.

Deswegen hatte der FC Nöttingen Einspruch eingelegt, der nun aber vom Sportgericht als "unbegründet" zurückgewiesen wurde. Eigentlich, so schreibt es der FCN in einer Meldung, war klar, dass man in diesem Fall Berufung einlegen würde, doch dazu kommt es nun doch nicht. Wörtlich heißt es: "Nach Abwägung aller relevanten Sachverhalte, wäre die Weiterführung des Verfahrens mit Kosten von mehreren tausend Euro sowie einer sehr schwierigen und intensiven Beweisführung verbunden."

Ein Knackpunkt ist die unterschiedliche Darstellung des Sachverhalts. Das Schiedsrichtergespann sagte aus, dass es sofort den zwölften Spieler bemerkt hätte, die Partie aber nicht unterbrochen hätte, da der Spieler nicht aktiv ins Spielgeschehen eingegriffen hätte. Nöttingen dagegen sagt, dass Trainer Michael Wittwer die Unparteiischen auf den Bissinger Wechselfehler hingewiesen hätte. So schreibt der FCN in seiner Meldung nun: "Dieses jedoch vor dem Sportgericht zu beweisen, würde schwierig werden. Am Ende ist wieder einmal zu erwarten, dass dem Schiedsrichter doch mehr geglaubt wird als allen anderen" und wirft die Frage auf, ab wann denn ein Spieler maßgeblich ins Spielgeschehen eingreife: "Greift er ins Spiel erst ein, wenn er den Ball berührt hat oder greift er aktiv ins Spielgeschehen ein, wenn er den Einwurf verteidigt, indem er den Ballempfänger zustellt (wie in Bietigheim geschehen)?"

Offenkundig angesäuert vom ganzen Ablauf dieser Geschichte bleibt für den FC Nöttingen die Erkenntnis, "dass es ohne große Strafen möglich ist, mit zwölf Spielern zu spielen. Dies bedeutet, dass wenn man während des Spiels bei einem Konter von der Auswechselbank einen weiteren Spieler bringt, der den Angriff stoppt, es nur einen Freistoß und eine Gelbe Karte gibt. Und wenn man sich dann dagegen beschwert, gibt es noch Gebühren in Höhe von 135 Euro zu bezahlen."

stw/pm

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