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FC Inter Leipzig lässt Einheit Wernigerode verzweifeln

Oberliga NOFV-Süd - verlegte Partien

FC Inter Leipzig lässt Wernigerode verzweifeln - Rot-Weiß Erfurt feiert den 16. Streich

Die Hoffnung lebt: Der FC International Leipzig (Archivbild) kam in Wernigerode nach einem 0:2-Rückstand noch zurüc.

Die Hoffnung lebt: Der FC International Leipzig (Archivbild) kam in Wernigerode nach einem 0:2-Rückstand noch zurüc. imago images/Picture Point

Oberliga NOFV-Süd

In den Abstiegskampf ist weitere Würze gekommen, da der FC International Leipzig sein Nachholspiel am Mittwoch beim FC Einheit Wernigerode mit 4:2 gewinnen konnte.

Hätte man das den Leipziger Fans nach gut einer Viertelstunde so prognostiziert, die Reaktion hätte überwiegend aus Kopfschütteln bestanden. Denn Weinhauer mit einem Schuss ins kurze Eck (14.) und Staat nach Querpass von Hildach (16.) brachen Wernigerode mit 2:0 in Front. Aber Inter zeigte Moral, erst fand Türkyilmaz in FCE-Torwart Helmstedt noch seinen Meister, doch in der 29. Minute war Helmstedt machtlos gegen den frei vor ihm auftauchenden Lamouri.

In der 44. Minute kam Lisowski bei einem Klärungsversuch zwar noch mit der Fußspitze an den Ball, doch er lenkte das Leder in den Lauf von Eerola, der zum 2:2 traf. Beinahe hätte die zweite Hälfte so begonnen wie die erste: Wernigerode spielte schnörkellos nach vorne, doch Weinhauers Schuss wurde in der 50. Minute knapp von der Linie gekratzt, einen Lisowski-Schuss fischte Torwart Djokovic stark aus dem Eck und Hildach traf nur den Innenpfosten.

Also atmete Leipzig einmal durch und warf die Angriffsmaschinerie wieder an. In der 59. Minute segelte ein Freistoß zu Hadaschik, der per Kopf zur erstmaligen Gästeführung traf. Einen Fehler im Wernigeroder Spielaufbau nutzte Eerola drei Zeigerumdrehungen später zum 4:2. Anschließend drückend überlegene Hausherren hätten sich an diesem Abend mindestens einen Punkt verdient gehabt, doch der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie, was auch an leidenschaftlich verteidigenden Leipzigern lag, die jetzt nur noch einen Punkt hinter Platz 15 stehen, der bei einem Drittliga-Aufstieg des BFC Dynamo zum Klassenerhalt reichen würde.

VFC Plauen kann doch noch gewinnen

Beim SV Arnstadt 09 braucht man schon eine große Portion Wunderglauben, dass man mit einem Verbleib in der Oberliga rechnet. Am Mittwoch war der sieben Spiele sieglose VFC Plauen zu Gast, der seine Negativspirale durchbrechen konnte. In der 21. Minute passte Arnstadt bei einer Standardsituation nicht auf, Popowicz legte mit dem Kopf auf Träger ab, der einschob. Ein verdienter Treffer, denn kurz zuvor scheiterten die Vogtländer schon zweimal am Aluminium. Die Moral der Hausherren war in Minute 58 endgültig gebrochen, Popowicz köpfte nach einem Eckball das 2:0.

Während Plauen froh war, dass die schwarze Serie endlich ein Ende gefunden hatte, machte der zukünftige Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt einfach dort weiter, wo er zuletzt aufgehört hatte: Das 3:1 gegen die SG Union Sandersdorf war der 16. Sieg in diesem Kalenderjahr. Seit der Ball Anfang Februar wieder rollte, mussten die Thüringer keinen einzigen Punkt in der Liga abgeben.

Am Mittwoch rieben sich die knapp 2500 Zuschauer in der 12. Minute aber erstmal die Augen. Manu agierte im eigenen Strafraum zu schläfrig, Seifert legte quer auf Pannier und die SG führte. Erfurt tat sich schwer, mit der ersten Großchance trafen die Rot-Weißen jedoch prompt. Kerasidis brachte einen Flachschuss von der Strafraumgrenze platziert im Netz unter (21.). Auch danach tat Erfurt nur das Nötigste, die Souveränität manch anderer Spiele war diesmal nur in Schattierungen wahrnehmbar.

Aber in Sachen Effizienz lief RWE zu Hochform auf, in der 59. Minute schlug Petnga am Strafraum mehrere Haken und fand schlussendlich mit einem Heber in den Winkel die Lücke. Woiwod erzielte acht Minuten später das 3:1, Mergel hatte den Joker mit viel Übersicht bedient, Sandersdorf ließ dem Torschützen in dieser Szene viel zu viel Raum. Weil in der Schlussphase Sandersdorf sein über rund eine Stunde gezeigtes Niveau nicht mehr aufrechterhalten konnte, hatte Erfurt keine Mühe, den nächsten Dreier auf sein Konto zu buchen.

stw

BSG Aktivist Schwarze Pumpe, Turbine Halle und Co.: DDR-Teams früher und heute