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FC Everton bekam James Rodriguez von Real Madrid geschenkt

Königlichen kassierten keine Ablöse für den Kolumbianer

FC Everton bekam James von Real Madrid geschenkt

Kam für lau: Real Madrid kassierte für James Rodriguez keinen Cent.

Kam für lau: Real Madrid kassierte für James Rodriguez keinen Cent. imago images

Real und James, das passte einfach nicht zusammen. Nach seiner herausragenden WM in Brasilien für Kolumbien war er im Sommer 2014 zu den Königlichen gewechselt, unter den Leistungsträgern befand er sich nur in seiner ersten Saison, unter Carlo Ancelotti. Sein Status bei Real änderte sich auch nach seiner zweijährigen Leihe zum FC Bayern (2017 bis 2019), wo er erneut unter Trainer Ancelotti seine beste Phase hatte, nicht wirklich. Im System von Zinedine Zidane war meist kein Platz für den Regisseur.

Dass die Madrilenen den 29-Jährigen im Sommer 2020 quasi verschenkten, verwundert aber doch, schließlich lief der Vertrag des namhaften Mittelfeldakteurs noch ein Jahr. Offenbar war es Real wichtiger, einen Topverdiener von der Gehaltsliste zu streichen. "Wir haben sechs neue Spieler unter Vertrag genommen", erklärte Evertons Sportdirektor Marcel Brands jüngst, "einer war umsonst: James Rodriguez."

Banfield schaut in die Röhre

Besonders ärgerlich ist das für den Club Atletico Banfield aus Argentinien. Es war James' letzter Klub in Südamerika, ehe er 2010 nach Europa zum FC Porto wechselte. Banfield hatte sich damals zusichern lassen, bei weiteren Transfers des Spielers prozentual beteiligt zu werden. "Leider hat Banfield für den Transfer von Real zu Everton nichts bekommen", sagte Brands. Auch Ignacio Uzquia, Schatzmeister von Banfield, erklärte, dass kein Geld geflossen sei.

Bei Everton erwischte James - mal wieder unter Ancelotti - einen Traumstart, ehe ihn Ende Dezember eine Verletzung ein wenig zurückwarf. In zwölf Einsätzen in der Premier League traf er dreimal und bereitete drei Tore vor. Everton steht aktuell auf Rang fünf der Tabelle.

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