Bundesliga

Favre: "Das 2:0 war ein fantastischer Konter"

VfL spürt weiterhin Leverkusens Atem

Favre: "Das 2:0 war ein fantastischer Konter"

Marcel Schmelzer (l.) und Neven Subotic laufen schon auf Reserve - Sprinter Patrick Herrmann brilliert als Vorbereiter des 2:0.

Marcel Schmelzer (l.) und Neven Subotic laufen schon auf Reserve - Sprinter Patrick Herrmann brilliert als Vorbereiter des 2:0. Getty Images

"Wenn wir jetzt auf die Tabelle schauen, wollen wir natürlich dort oben bleiben", hatte VfL-Coach Lucien Favre unter der Woche das Motto für die verbleibenden Spiele ausgegeben. Oben bleiben heißt weiter siegen - wie inklusive des überzeugenden Auftritts gegen Dortmund nun zum vierten Mal in Serie geschehen.

Der Grundstein zum insgesamt 18. Heimerfolg gegen den BVB bei 16 Unentschieden und neun Niederlagen legte die Fohlenelf mit einem Blitzstart. Einer der Protagonisten: Patrick Herrmann, der beim ersten Angriff der Hausherren als Initiator für Fabian Johnson auftrat, ehe Oscar Wendt bereits nach 29 Sekunden im Nachsetzen vollendete.

Spielersteckbrief Wendt
Wendt

Wendt Oscar

Spielersteckbrief Herrmann
Herrmann

Herrmann Patrick

Spielersteckbrief Raffael
Raffael

de Araujo Rafael Caetano

Trainersteckbrief Favre
Favre

Favre Lucien

"Danach haben wir gut verteidigt und tief gestanden. Zu tief für meinen Geschmack", wie Favre hinterher vor dem Sky-Mikrofon ein kleines Haar in der Suppe fand. "Manchmal waren wir etwas zu eigensinnig, manchmal haben wir die Lösung einfach nicht gefunden", so der Schweizer zur Phase des Lauerns in der Drangperiode der Westfalen nach der Führung.

Fulminanter Sololauf von Herrmann

Die Lösung fand schließlich Herrmann nach Vorarbeit von Max Kruse, über dessen Abwanderungsgedanken den Sportdirektor Max Eberl in der Halbzeitpause sagte: "Wir planen mit ihm, er hat Vertrag bis 2017. Wir haben gesehen, was seine Ballsicherheit wert ist." Der Stürmer sicherte das Leder in der eigenen Hälfte, Herrmann übernahm, überspurtete mit dem Ball am Fuß vier Gegenspielern und legte uneigennützig frei vor Roman Weidenfeller Raffael das zweite Tor vor - schlichtweg das Highlight der fairen Partie. Auch Favre fand dafür lobende Worte: "Das 2:0 war ein fantastischer Konter."

Mit seinen Schützlingen war der 57-Jährige nach seinem 65. Sieg im 142. Bundesligaspiel als "Fohlen"-Trainer, mit dem er zu Udo Lattek auf Rang drei der Gladbacher Bestenliste aufschloss, am Ende zufrieden. Wohl auch, weil seine Marschrichtung, im Tableau Platz drei zu verteidigen, zumindest am Samstag erfüllt wurde. Konkurrent Leverkusen (3:2 in Mainz, zwei Punkte Rückstand) spürt der VfL aber dennoch weiter im Nacken. Bis zur direkten Qualifikation für die Champions League ist es noch ein weiter Weg.

jch