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Fataler "Panenka" und ein 40-jähriger Held: Elche ärgert Kagawa

Auch Girona im Finale - Scheichklub Almeria ausgeschieden

Fataler "Panenka" und ein 40-jähriger Held: Elche ärgert Kagawa

Oldie, but Goldie: Elches Nino (Mi.) zeigte es den Jungspunden.

Oldie, but Goldie: Elches Nino (Mi.) zeigte es den Jungspunden. imago images

Elche und Saragossa hatten sich im Halbfinal-Hinspiel mit 0:0 getrennt, obwohl die Hausherren beinahe eine Stunde lang in Unterzahl gespielt hatten. Saragossa, mit dem Ex-Dortmunder Shinji Kagawa in der Startelf, konnte den Heimvorteil im Rückspiel nicht nutzen. Die Aragonier vergaben zahlreiche Topchancen, unter anderem traf der 31-jährige Kagawa die Latte (51.). In der 81. Minute schlug dann Nino zu: Der 40-Jährige (!) versenkte das Leder trocken aus 16 Metern im linken unteren Eck.

Womöglich wäre Saragossa die Wende noch gelungen, doch der kurz zuvor eingewechselte Javi Ros verschoss in der 87. Minute einen Elfmeter zum möglichen 1:1. Aber nicht irgendwie: In Panenka-Manier lupfte er das Leder in die Tormitte. Blöd nur, dass Keeper Edgar Badia einfach stehen blieb und den Ball locker runterpflückte.

Stuani wirft Scheichklub Almeria raus

Im zweiten Halbfinale hatte Girona schon das Hinspiel gegen das neureiche Almeria mit 1:0 gewonnen. Und auch in Andalusien setzte sich der Absteiger von 2019 durch: Samu Saiz (4.) traf bereits in der 4. Minute aus der Distanz, weil Almeria-Keeper Sivera, eigentlich nur Nummer 2, patzte. Zwar keimte nach Lazos Ausgleich (26.) nochmal Hoffnung bei den Rot-Weißen auf - doch Girona hat ja noch Cristhian Stuani: Der Uruguayer (29 Saisontore) hatte schon im Hinspiel getroffen und markierte auch diesmal das Siegtor. Nach Saiz' Querpass brauchte der 33-Jährige nur noch einzuschieben.

Mit Grauen dürfte Almerias Klubbesitzer Turki Al-Sheikh das Treiben auf dem Platz verfolgt haben. Der Geschäftsmann aus Saudi-Arabien hatte den Klub im vergangenen Sommer gekauft und mit umstrittenen Methoden radikal umgekrempelt - der Aufstieg war felsenfest eingeplant. Unter anderem hatte Almeria fünf Trainer in der abgelaufenen Saison verschlissen, auch Real-Legende Guti war darunter.

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