3. Liga

Fatale Zahlen: Ingolstadt vor Mammutaufgabe

Hoffnungen ruhen auf Kutschke-Einsatz

Fatale Zahlen: Ingolstadt vor Mammutaufgabe

Ingolstadts Innenverteidiger Tobias Schröck hatte im Hinspiel in Nürnberg eine Zweikampfquote von nur neun Prozent.

Ingolstadts Innenverteidiger Tobias Schröck hatte im Hinspiel in Nürnberg eine Zweikampfquote von nur neun Prozent. imago images

Bei der 0:2-Niederlage im Hinspiel legte Ingolstadt einen regelrechten Grusel-Auftritt hin. Die Mängelliste ist ellenlang: Das Angriffsspiel lahmte, es kam kein Dampf über die Flügel, die Doppelspitze hing wirkungslos in der Luft und es gab keinerlei kreative Ansätze oder Ideen, um die FCN-Defensive zu knacken. Obwohl Sturmtank Stefan Kutschke (1,94 Meter groß, 95 Kilogramm schwer) verletzt ausfiel, operierte der FCI immer wieder mit langen Bällen auf die physisch unterlegenen Stürmer Fatih Kaya (1,83 Meter, 79 Kilogramm) und Dennis Eckert Ayensa (1,82 Meter, 79 Kilogramm), die damit nichts anzufangen wussten (beide kicker-Note 5,5).

"Der Gegner hat uns sein Spiel aufgedrückt, hat gewollt, dass wir diese langen Bälle spielen", sagte Sechser Robin Krauße. Hinzu kam, dass die zuvor eigentlich stabile Defensive insbesondere in der Anfangsphase wackelte. Die Schanzer kamen nicht in die Zweikämpfe, liefen meist (weit) hinterher und hatten am Ende Glück, dass es angesichts eines Chancen- (1:11), Torschuss- (5:21) und Ecken-Verhältnisses (1:9) am Ende nur 0:2 hieß.

Neun Prozent gewonnene Zweikämpfe

Relegation 2020

Es sind nicht die einzigen erschreckenden Zahlen, die Ingolstadt im Hinspiel zu Tage förderte. So hatte eine eigentliche Stütze wie Innenverteidiger Tobias Schröck eine Zweikampfquote von nur neun (!) Prozent. Kapitän Marcel Gaus (56 Prozent gewonnene Zweikämpfe), Flügelflitzer Caniggia Elva (41 Prozent) sowie die Stürmer Eckert Ayensa (47 Prozent) und Kaya (30 Prozent) blieben weit unter ihrem Niveau. Gleiches galt für Offensivmotor Maxi Beister (40 Prozent), der bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung in der 30. Minute keinen einzigen Pass zum Mitspieler brachte (0/2, null Prozent). Sein Vertreter Frederic Ananou gewann daraufhin selbst nur zwölf Prozent seiner Zweikämpfe. Der kicker-Notenschnitt aller eingesetzten Feldspieler beträgt 4,9.

Hoffnungsträger Kutschke

Was also macht Hoffnung für das Rückspiel am Samstag (18.15 Uhr, LIVE! bei kicker) im Audi-Sportpark? Allen voran ist das Kutschke. Der 13-Tore-Mann dürfte auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein brennen und könnte Nürnbergs Abwehr-Türmen Asger Sörensen (1,91 Meter, 87 Kilogramm) und Konstantinos Mavropanos (1,94 Meter, 88 Kilogramm) zumindest körperlich mehr entgegensetzen. Angesichts der fatalen Zahlen aber brauchen die Schanzer ein prinzipiell anderes Auftreten, um noch Rest-Chancen auf den Aufstieg zu haben. "Jetzt müssen wir ein anderes Gesicht zeigen. Kurz ärgern und dann voller Fokus auf Samstag", so Krauße.

cru

Bilder zur Partie 1. FC Nürnberg - FC Ingolstadt 04