Bundesliga

Falls Alderete ausfällt: Torunarigha steht bereit

Herthas Innenverteidiger-Besetzung fürs Derby weiter offen

Falls Alderete ausfällt: Torunarigha steht bereit

Hertha Jordan Torunarigha könnte im Derby erstmals seit dem 2. Spieltag wieder eingreifen.

Hertha Jordan Torunarigha könnte im Derby erstmals seit dem 2. Spieltag wieder eingreifen. imago images

Torunarigha hatte sich am 2. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt (1:3) einen Syndesmose-Teilriss zugezogen, Anfang November war zudem ein Corona-Test positiv ausgefallen. Anfang der vergangenen Woche war der Abwehrspieler ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Für das Spiel in Leverkusen (0:0) am vergangenen Sonntag hatte ihn Bruno Labbadia vorsorglich nicht nominiert, damit der Rückkehrer die Zeit in Berlin zum Trainieren nutzen kann. Jetzt ist Herthas Eigengewächs nach den Worten seines Trainers "da und sehr motiviert und ein ernsthafter Kandidat für den Kader". Labbadia sagte am Mittwoch: "Ich bin sehr froh, dass Jordan den Weg gemacht hat und voll in Tritt ist."

Der Donnerstag entscheidet über Alderetes Einsatz

Ob es für Torunarigha im Derby direkt zurück in die Startelf geht, hängt maßgeblich vom Genesungsprozess bei Omar Alderete ab. Paraguays Nationalspieler hatte in Leverkusen einen Schlag auf die Hüfte abbekommen, der Bluterguss am Beckenkamm verhinderte auch am Mittwoch die Teilnahme am Mannschaftstraining. Dem Vernehmen nach soll Alderete im individuellen Training aber einen guten Eindruck gemacht haben. Kann der Verteidiger, der Anfang Oktober für 6,5 Millionen Euro vom FC Basel kam und den Kader-Platz des zum FC Sevilla abgewanderten Karim Rekik einnahm, am morgigen Donnerstag mit den Kollegen trainieren, ist er gegen Union dabei - sonst nicht. In Leverkusen nahm Youngster Marton Dardai (18) in der Schlussviertelstunde den Platz des bis dahin überzeugenden Alderete ein. Gegen Union würde wohl Torunarigha das Mandat erhalten, falls Alderete ausfällt.

Boyata hat gute Erinnerungen an die Eisernen

Nachdem Hertha in fünf der vergangenen sechs Halbzeiten ohne Gegentor blieb - unterbrochen nur vom Kollektiv-Blackout gegen Dortmund (2:5) nach der Pause -, soll auch gegen Union wie schon beim letzten Derby im Mai (4:0) die Null stehen. Über den Zuwachs an defensiver Stabilität sagte Labbadia am Mittwoch: "Es ist eine Bereitschaft da, was die Kompaktheit betrifft. Auch da sind wir auf dem Weg." Das hat auch mit dem Formanstieg von Kapitän Dedryck Boyata (30) zu tun. Der Belgier lieferte in Leverkusen eine tadellose Leistung ab und hat an den kommenden Gegner sehr gute Erinnerungen. Beim 4:0 im Mai sorgte er im verwaisten Olympiastadion per Kopf nach einem Eckball von Marvin Plattenhardt für den Endstand. Nach vier Toren in seiner ersten Saison in Deutschland wartet Boyata in dieser Spielzeit noch auf seinen ersten Treffer. Nach einem Eckball traf Labbadias Team 2020/21 bislang noch gar nicht. Es wird Zeit.

Steffen Rohr