Bundesliga

Fall Töre: Calhanoglu bricht sein Schweigen

Leverkusen: Vorfall mit dem Ex-Hamburger

Fall Töre: Calhanoglu bricht sein Schweigen

Äußerte sich im ZDF-Sportstudio zum Fall Gökhan Töre: Hakan Calhanoglu.

Äußerte sich im ZDF-Sportstudio zum Fall Gökhan Töre: Hakan Calhanoglu. imago

Als Ömer Toprak und Calhanoglu ihre Teilnahme an den jüngsten Länderspielen der Türkei gegen Tschechien (1:2) und in Lettland (1:1) abgesagt hatten, rankten sich Gerüchte um die Gründe. Nationalmannschaftskollege Gökhan Töre - erstmals seit knapp einem Jahr wieder in die Nationalmannschaft berufen - soll die beiden nach einem Länderspiel gegen die Niederlande im Jahr 2013 mit einer Waffe bedroht haben, hieß es. Der Beschuldigte wehrte sich laut Hamburger Morgenpost via Instagram und beteuerte, die Vorwürfe gegen ihn seien frei erfunden.

Nun brach Mittelfeldmann Calhanoglu im Fernsehen das Schweigen und redete offen über den Vorfall. Demnach sei der frühere Hamburger Töre in Begleitung ins Hotelzimmer von Ömer Toprak gekommen. Töres Begleitung habe die beiden Bayer-Spieler mit einer Waffe bedroht. "Ich lag in einer Ecke, er ist zu mir gekommen und hat zu mir gesagt: Beweg dich nicht, sonst erschieß' ich dich", erzählte der 20-Jährige, der nach eigenen Angaben in dieser Situation "sehr nervös" gewesen sei und sich "kaum bewegen" konnte.

Spielersteckbrief Calhanoglu
Calhanoglu

Calhanoglu Hakan

Bayer 04 Leverkusen - Vereinsdaten
Bayer 04 Leverkusen

Gründungsdatum

01.07.1904

Vereinsfarben

Rot-Weiß-Schwarz

Grund für den Streit sei das Verhältnis eines Freundes von Toprak zu Töres Ex-Freundin gewesen sein. "Wir hatten mit der Sache eigentlich gar nichts zu tun, waren zur falschen Zeit am falschen Ort", sagte Calhanoglu, der zunächst geschwiegen habe, um Töre nicht zu schaden.

Dennoch habe die Absage an den türkischen Verband nichts mit besagtem Fall zu tun gehabt, betonte Calhanoglu. Eine Wadenverletzung, die er sich im Spiel gegen Paderborn zugezogen hatte, sei der wahre Grund gewesen und er wäre auch gerne wieder in der Nationalelf gegen Kasachstan im November dabei: "Ich wünsche es mir natürlich, was sich am Ende ergibt, muss ich abwarten."