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F1 Pro Championship 2022: Endet die Opmeer-Dominanz?

Neues Format, neue Strecken, neue Gesichter

F1 Pro Championship 2022: Endet die Opmeer-Dominanz?

Drei Titel in Folge? Das wäre in der F1 Pro Championship ein Novum für den erneuten Titelverteidiger Jarno Opmeer. 

Drei Titel in Folge? Das wäre in der F1 Pro Championship ein Novum für den erneuten Titelverteidiger Jarno Opmeer.  Mercedes AMG F1

Zwei Jahre hintereinander konnte der Niederländer den F1-Esports-Series-Titel bereits gewinnen. Eine dritte Siegessause werden die 29 anderen Piloten dem Mercedes-Fahrer sicher vermiesen wollen. Die insgesamt 30 Fahrer verteilen sich auf die zehn offiziellen Formel-1-Teams.

Vor jedem Rennen wird entschieden, wer von den je drei Fahrern pro Team zwei der Cockpits füllt.

Ausgedehnte Renndistanz

Für Abwechslung sorgen könnte dabei das neue Format. Die offizielle eSport-Rennserie der Formel 1 dehnt die Länge der Rennen von 35 auf 50 Prozent der jeweiligen Renndistanz der realen Austragungsorte aus. Jeder Kurs bekommt zudem einen eigenen Tag im Kalender. Im letzten Jahr wurden teilweise noch zwei Rennen pro Tag ausgefahren. Eine Änderung, die bei den Sim-Racern auf positive Reaktionen traf. 

Die längeren Distanzen fordern ausgedehnte Konzentration und Präzision, taktische und strategische Anpassungen fallen zudem mehr ins Gewicht.

Gefahren wird auf insgesamt zwölf Strecken in vier Events an je drei Tagen im September, Oktober, November und Dezember. Jedes einzelne Rennen enthält zudem eine Qualifying-Session am Nachmittag des Renntages. Neu dabei sind nicht nur die Strecken von Japan und Abu-Dhabi, sondern insgesamt auch sieben Nachwuchs-Fahrer. 

Der Rennkalender der 2022er F1 Pro Championship. Alle Rennen können live auf Twitch, YouTube und Facebook verfolgt weden.

Der Rennkalender der 2022er F1 Pro Championship. Alle Rennen können live auf Twitch, YouTube und Facebook verfolgt weden. F1 Esports

Allen voran der Sieger des 2022er Nachwuchs-Auswahl-Events, der F1 Esports Series Exhibition. Die konnte der 17-jährige Niederländer Thomas Ronhaar für sich entscheiden und fand in der Folge ein Cockpit beim Haas-Team.

Blakeley in herausragender Frühform

Die Vorzeichen auf Wachablösung stehen jedenfalls gar nicht so schlecht. Das Fahrerfeld war in der letzten Saison bereits dicht zusammengerückt. Die Titelentscheidung wurde auf das letzte Event verschoben. Im Vorfeld auf die F1 Pro Championship 2022 ließ vor allem Lucas Blakeley aufhorchen. 

Der Schotte besiegte nicht nur Sebastian Vettel beim Race of Champions, sondern feilte ebenfalls in der britischen Formel Ford an seinen Skills auf den realen Strecken. Der Sieg in einer der größten F1-Ligen abseits der F1 Pro Championship ging ebenfalls an den frischgebackenen McLaren-Piloten.

Zu den weiteren Favoriten gehören der konstante vorjahreszweite Frederik Rasmussen, die ehemaligen Champions David Tonizza und Brendon Leigh und der sich ebenfalls in erstaunlicher Frühform befindliche McLaren-Teamkollege von Blakeley, Bardia Boroumand.

Deutsche Hoffnungen mit Potenzial

Aus deutscher Sicht geht der Karlsruher Marcel Kiefer in seine sechste F1 Pro Championship Saison. Nach einem eher durchwachsenen Jahr 2021 mit Platz sieben in der Meisterschaft will der 24-Jährige sicher an alte Erfolge anknüpfen. Sein bestes Ergebnis erreichte er 2020 mit Platz drei in der Fahrerwertung. Damit hielt er einen enormen Anteil an der Team-Weltmeisterschaft seines Red-Bull-Teams. 

Mit einem weiteren Deutschen, Simon Weigang, ist zumindest für die Punkteränge immer zu rechnen. Der 27-Jährige wechselte von Alfa Romeo zu Aston Martin. Zwar konnte er in der Vorsaison nur zehn Punkte aus zwölf Rennen sammeln, hat aber einige gute Leistungen gezeigt. Wenn er Konstanz findet, könnte er sein bestes Ergebnis mit Platz elf aus 2020 mindestens egalisieren.

Die 2022er Saison der F1 Esports Series Pro Championship startet heute um 16.30 Uhr mit dem Qualifying auf der Strecke von Bahrain, um 20.30 Uhr folgt das Rennen. Beides wird, ebenso wie alle folgenden Renntage, live auf den Kanälen der Formel 1 auf Twitch, YouTube und Facebook gestreamt. 

Benja Hiller

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