2. Bundesliga

Euphorie beim Hamburger SV? Sportvorstand Ralf Becker: "Das ist fast ein wenig paradox"

Sportvorstand Becker spricht im großen kicker-Interview

Euphorie beim HSV? "Das ist fast ein wenig paradox"

Er will mit dem HSV zurück in die Bundesliga: Sportvorstand Ralf Becker.

Er will mit dem HSV zurück in die Bundesliga: Sportvorstand Ralf Becker. imago

Ganz alltäglich ist es nicht, was da gerade rund um den Hamburger SV abläuft, das weiß auch Becker. "Die steigenden Mitglieder- und Fanklubzahlen und das intensive Miteinander in diesen Wochen hinterlassen die Wirkung, dass alle noch enger zusammengerückt sind", sagte er bei seinem Besuch in der Hamburger kicker-Redaktion. Ein Abstieg sei "grundsätzlich oft von der Angst begleitet, dass vieles in und um den jeweiligen Verein herum kaputt geht und auseinanderbricht". Nicht beim HSV: "Bei uns habe ich tatsächlich das gegenteilige Gefühl. Ja, es herrscht schon so etwas wie Euphorie, das ist fast ein wenig paradox."

Das sporne ihn für die kommenden Aufgaben aber nur umso mehr an. Ähnlich empfinden Lewis Holtby und Kapitän Aaron Hunt, die mit ihren Vertragsverlängerungen nach dem Abstieg echte Zeichen gesetzt hatten. "Gerade die Verbliebenen aus dem alten Kader sind sich ihrer Verantwortung absolut bewusst, sie wollen wieder geradebiegen, was letztes Jahr passiert ist, und sie sind bereit, dafür auf viel Geld zu verzichten. Das gibt mir ein gutes Gefühl", so Becker.

Hauptziel: Vertrauen aufbauen

Dass es zum Start gleich gegen seinen Ex-Klub geht, hängt Becker nicht zu hoch. Eine Sache, die er bei Holstein gelernt hat, will der 47-Jährige auch in Hamburg adaptieren: "Wir haben in Kiel als Team funktioniert. Eine funktionierende Gruppe ist wahnsinnig wichtig, um erfolgreich zu arbeiten." Beim HSV gehe es in der nächsten Zeit aber grundsätzlich nicht darum, "jetzt über Vision zu reden". Beckers Credo: Vertrauen aufbauen.

Im großen kicker-Interview in der aktuellen Montagsausgabe spricht Ralf Becker außerdem über die These, der HSV sei womöglich zu groß für die 2. Liga, den anstehenden Auftakt gegen seinen Ex-Klub und ein fünfstündiges Gespräch mit Christian Titz, um ihn nach Kiel zu lotsen.

msc