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eSport-Landesauswahl: Schleswig-Holstein schreibt Geschichte

Umfangreiche Förderung von Talenten geplant

eSport-Landesauswahl: Schleswig-Holstein schreibt Geschichte

Das Land Schleswig-Holstein greift bei seiner eSport-Offensive auf die Expertise der esports player foundation zurück.

Das Land Schleswig-Holstein greift bei seiner eSport-Offensive auf die Expertise der esports player foundation zurück. kicker eSport

Es ist Pionierarbeit, wie es sie in Deutschland bisher noch nie gegeben hat. Als erstes aller 16 Bundesländer wird Schleswig-Holstein eine Landesauswahl junger eSportler aufstellen, um diese auf ihrem Weg in die Professionalität zu unterstützen.

Das Ziel: Zehn ausgewählten Nachwuchszockern in League of Legends und FIFA "den Weg in die nationale Spitze zu ebnen", heißt es in einer Pressemitteilung der esports player foundation.

Ganzheitliche Unterstützung

Die erste globale Not-for-Profit-Förderinstitution im Bereich eSport will den ausgewählten Gamern auf allen Ebenen zur Seite zu stehen. Nicht nur In-Game-Coaching und entsprechende Hardware sollen die talentierten Spieler auf das nächste Level bringen.

Zusätzlich werden auch sportmedizinische und -psychologische Hilfe, Ernährungsberatung und Medientrainings Bestandteil der norddeutschen eSport-Offensive sein. Facetten des erfolgreichen eSports, die auch unser kicker eSport Talk zu diesem Thema bereits beleuchtete.

Partner der esports player foundation sind dabei EDEKA Nord und das Innenministerium Schleswig-Holsteins. Das unterstützte bereits in der Vergangenheit immer wieder fortschrittliche eSport-Projekte. Beispielsweise durch den Aufbau von regionalen aber auch einem landesweiten Zentrum für eSports und Digitalisierung in Kiel.

Strategisches Investment setzt sich fort

Eine langfristig angelegte Strategie, wie die zuständige Staatssekretärin Kristina Herbst verriet: "Mit der bisherigen Landesförderung von insgesamt 1,5 Millionen Euro für zahlreiche eSport-Projekte sind vor allem breitensportliche Strukturen geschaffen worden, aus denen nur der leistungsorientierte eSport erwachsen kann."

In diesen sollen in Schleswig-Holstein auch Frauen und Mädchen eingebunden werden. Mindestens zwei der zehn verfügbaren Plätze werden laut Mitteilung an Spielerinnen vergeben, die sich in der Folge über die zwölfmonatige Unterstützung freuen dürfen.

Für Jörg Adami, Co-Founder der esport player foundation, "eine einmalige Chance, in einem hochprofessionellen Umfeld zu trainieren und sich auf eine Karriere als eSport-Profi vorzubereiten" - von der er sich eine Beispielwirkung erhofft: "Wir danken unseren Partnern für das Engagement und hoffen, dass weitere Bundesländer diesem Vorbild folgen.

Matti Jansen

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