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Eskalation in Neumarkt: Spieler boykottieren Trainer

Bayernliga Nord

Eskalation in Neumarkt: Bayernliga-Spieler boykottieren Trainer

Die Mannschaft streikte, ASV-Coach Jürgen Schmid (im Bild) und Co-Trainer Johannes Geitner standen derweil am Donnerstagabend alleine am Trainingsfeld. 

Die Mannschaft streikte, ASV-Coach Jürgen Schmid (im Bild) und Co-Trainer Johannes Geitner standen derweil am Donnerstagabend alleine am Trainingsfeld.  imago images/Zink

Bayernliga Nord

Eigentlich hatte Neumarkts Coach Jürgen Schmid seine Mannschaft am Donnerstag, 10. Februar, zu einer weiteren Trainingseinheit in der Vorbereitung auf die restliche Bayernliga-Saison geladen. Durchwachsen waren die Testspielresultate des ansonsten in dieser Saison so starken Aufsteigers bis dato. Für den Übungsleiter und sein Team stand deshalb noch einiges an Arbeit bis zum Restart auf dem Programm. Allerdings warteten Schmid und sein Co-Trainer Johannes Geitner laut kicker-Informationen, die sich mit mehreren übereinstimmenden Medienberichten decken, an jenem Donnerstagabend vergebens auf ihre Spieler. Die hätten sich nämlich kurzerhand an einem anderen Ort verabredet und die Übungseinheit geschwänzt. Grund dafür soll die Tags zuvor vom Trainer verkündete Suspendierung von Jonas Marx - in der vergangenen Saison noch Kapitän - gewesen sein.

Erst vor wenigen Tagen verlängert

Doch damit hatte Schmid, der sich gegenüber dem kicker nicht zur Thematik äußern wollte und auf die Abteilungsleitung verwies, anscheinend in ein Wespennest gestochen. Denn mit ihrem Teamkameraden sollen sich zahlreiche Mitspieler solidarisiert haben. Viel wurde von diversen Medien über den Vorfall berichtet und spekuliert. Nicht alles davon sei wahr, sagt Jugendleiter Thomas Lehmeier, der die Kommunikation für den Verein in diesem Vorfall nach außen übernommen hat. Wie und was genau vorgefallen ist, dazu wollen er und Verein aktuell jedoch keine Angaben machen. 

Besonders drastisch äußerte sich derweil der Kapitän. "Es werden Köpfe rollen - entweder wir gehen oder der Trainer", lässt sich Alexander Braun vom Portal "FuPa" zitieren. Ob und welche Konsequenzen es in der Causa noch geben wird, bleibt abzuwarten. Vereinsintern sei eine Entscheidung bereits getroffen worden, so Lehmeier. Diese müsse aber noch umgesetzt werden. Mehr dazu will der Verein in den kommenden Tagen bekanntgeben, wenn wieder etwas mehr Ruhe in Neumarkt eingekehrt ist.

Viel Zeit, um die internen Querelen zu beseitigen, haben die Oberpfälzer aber nicht mehr. Am 26. Februar beginnt für sie nämlich bereits die Restsaison. Zum Auftakt wartet im Heimspiel der FV 04 Würzburg. Eine Woche davor, also am kommenden Wochenende, ist für die Neumarkter noch ein letzter Test gegen den Ex-Klub von Jürgen Schmid, den TSV Greding, geplant - eigentlich. Denn wie es beim Bayernliga-Aufsteiger, der Jürgen Schmid und sein Trainerteam erst wenige Tage vor der Eskalation mit viel Lorbeeren für ihre Arbeit bedacht und Verträge über die Saison hinaus verlängert hat, ist offen.

dw / rn

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