2. Bundesliga

Eskalation beim VfB? Klartext Richtung Luhukay

Aufsichtsrat rüffelt den Trainer

Eskalation beim VfB? Klartext Richtung Luhukay

Eiszeit: Trainer Jos Luhukay und Sportvorstand Jan Schindelmeiser haben sich wenig zu sagen.

Eiszeit: Trainer Jos Luhukay und Sportvorstand Jan Schindelmeiser haben sich wenig zu sagen. picture alliance

Viel deutlicher ging es nicht mehr, als sich am Mittwochnachmittag der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Porth zu Wort meldete. "Ich sehe mit Sorge, dass die Eskalation nach außen getragen wird. Ich sage bewusst: Das gilt besonders für den Trainer. Wichtig ist, dass man Konflikte intern klärt", sagte er.

Was war geschehen? Die jüngsten Meinungsverschiedenheiten machten sich vor allem an den drei Neuzugängen Takuma Asano (21), Carlos Mané (22) und Benjamin Pavard (20) fest. Schindelmeiser, der die Transfers verantwortete, verfolgt bei der Kaderplanung mit den drei Youngstern einen perspektivischen Blick. Luhukay hätte gerne erfahrene Profis gehabt und hatte seinem Unmut nach der jüngsten Pleite gegen den kleinen Nachbarn Heidenheim (1:2) Luft verschafft. "Es ist schon richtig, zwischen uns ist es wenig harmonisch", sagte der Niederländer.

Auch Schindelmeiser reagierte, nannte mit Langerak, Insua, Sunjic, Klein, Gentner, Hosogai, Großkreutz, Werner und Terodde neun erfahrene Kräfte im aktuellen Kader. Damit war das zerrüttete Verhältnis in der Öffentlichkeit angekommen.

Der Trainer ist Angestellter des Vereins und sein Vorgesetzter ist der Sportvorstand.

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzende Wildfried Poth

Im Verein sieht man nun die Zeit gekommen, um die Notbremse zu ziehen. Er wolle sich nicht direkt einmischen, betonte Porth. "Der Vorstand ist für das operative Geschäft zuständig", sagte er, machte aber deutlich, dass er auf das "professionelle Verhalten beider Parteien" hoffe: "Es gibt ein gemeinsames Ziel, da muss jeder seine Aufgabe erfüllen."

Luhukay hatte unter anderem bemängelt, dass sich der Kader des VfB aus Spielern aus 15 Nationen zusammensetze. "Das ist für mich kein Kritikpunkt", konterte Daimler-Vorstand Porth, "in Sindelfingen haben wir 145 Nationen und bauen trotzdem die besten Autos". Und wer am Ende das letzte Wort hat, daran ließ Porth keinen Zweifel. "Der Trainer ist Angestellter des Vereins und sein Vorgesetzter ist der Sportvorstand. Das ist deren Aufgabe, das zu klären."

tru