Champions League

"Es wird ein fantastischer Abend": Rettet Ronaldo Allegri?

Juve muss einen 0:2-Rückstand aufholen

"Es wird ein fantastischer Abend": Rettet Ronaldo Allegri?

5:0 - Cristiano Ronaldo erklärte im Nachgang des Hinspiels seine Geste gegenüber den Atletico-Fans.

5:0 - Cristiano Ronaldo erklärte im Nachgang des Hinspiels seine Geste gegenüber den Atletico-Fans. imago

Fünf Finger für fünf Titel. Ronaldo ließ sich die Spitze nicht nehmen, in Madrid auf die Anzahl seiner Titel in der Königsklasse zu verweisen . Die Fans der Rojiblancos hatten ihn keineswegs willkommen geheißen bei seiner Rückkehr in die spanische Metropole. Im Interview nach der 0:2-Pleite erinnerte er auch deswegen nochmal an das Verhältnis der Champions-League-Siege: Ronaldo: 5. Atletico: 0.

Bei der Null soll es tunlichst bleiben, wenn es nach dem Portugiesen geht. Dazu mobilisiert er auch die eigenen Fans, die zuletzt gegen die hohen Eintrittspreise protestiert hatten: "Wir können wirklich eine besondere Nacht erleben, sowohl auf dem Spielfeld, als auch auf der Tribüne", sagte CR7 in einem Interview auf der Vereins-Website. "Wir brauchen Eure Unterstützung. Ihr sorgt im Stadion für eine fantastische Stimmung, und wir werden auf dem Spielfeld unser Bestes geben." In Ronaldo'schem Selbstvertrauen versprach er einen "fantastischen Abend. Die Mannschaft ist zuversichtlich, dass wir ein großes Match abliefern können. Und ich bin es auch."

Klar, es wird nicht nur von Ronaldo abhängen, ob Juve den Rückstand am Dienstag (LIVE! ab 21 Uhr bei kicker.de und im Stream bei DAZN ) dreht. Aber er ist nun mal Mr. Champions League. Derjenige, der den Wettbewerb nicht nur fünfmal insgesamt, sondern auch dreimal in Folge gewonnen hat. Der 120 Mal in der Königsklasse getroffen hat, so oft wie kein anderer - davon 60 Mal in K.o.-Spielen. Der dabei war, als Real Madrid die Colchoneros 2014 (Elfmetertor zum 4:1) und 2016 (im Elfmeterschießen als letzter Schütze) im Endspiel besiegte sowie 2017 im Halbfinale (drei Tore beim 3:0 im Hinspiel) aus dem Turnier warf. Seine Füße hatte Ronaldo dabei immer im Spiel.

Scheidet Juve Aus, wird es eng für Allegri

Auch diesmal wieder? Der Druck ist gewaltig, auch für Ronaldo. Über 100 Millionen Euro an Ablöse hatte Juventus ausgegeben, um ihn zu holen, verbunden mit der Hoffnung: Mit Ronaldo kann es was werden mit dem Henkelpott, seit 1996 wartet Juve ja schon. Sein Trainer würde es ihm jedenfalls danken, denn zumindest mittelfristig geht es um den Job von Massimiliano Allegri. Das Aus würde wohl dessen Abschied zum Saisonende nach sich ziehen. Über Pep Guardiola als Nachfolger wurde bereits spekuliert, auch wenn sich die Meldungen aus Italien als falsch erwiesen.

Der Coach bemühte ein fantasievolles Bild, um sein Team einzuschwören: "Bis zum Rückspiel müssen wir uns eine leere Flasche vorstellen und sie täglich mit Adrenalin füllen, bis sie überläuft." An Adrenalin wird es bei Ronaldo sicher nicht scheitern, er wird übrigens ausgeruht in die Partie gehen. Allegri ließ ihn beim 4:1 am Freitag gegen Udine 90 Minuten auf der Bank sitzen.

las/psm/oli