DFB-Pokal

BFC Dynamo freut sich auf Pokalspiel gegen VfB Stuttgart

Am Samstag gastiert der VfB Stuttgart bei den Hauptstädtern

"Es ist klein, es ist eklig": BFC Dynamo freut sich auf Pokalspiel im Sportforum

Mit Köpfchen: Im Landespokal traf BFC-Kapitän Andreas Pollasch bereits per Kopf.

Mit Köpfchen: Im Landespokal traf BFC-Kapitän Andreas Pollasch bereits per Kopf. imago images/Beautiful Sports

Nach drei Jahren der Abstinenz ist der BFC Dynamo zurück im DFB-Pokal. Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) empfangen die Berliner im Sportforum Hohenschönhausen den VfB Stuttgart. Letztmals spielte der BFC beim 1:9 gegen den 1. FC Köln 2018 im Pokal, damals vor knapp 15.000 Zuschauer im Olympiastadion - dem Ort der Begierde für jeden Teilnehmer.

Dass es dieses Jahr also im beschaulichen Sportforum heiß hergeht, sieht BFC-Kapitän Andreas Pollasch aber nicht als Nachteil: "Es ist klein, es ist eng, es ist eklig. Ich glaube, das ist unser Vorteil". Zurzeit sind 2000 Fans zugelassen, die Verantwortlichen des Hauptstadtklubs haben aber um eine Erhöhung gebeten - 3800 könnten es am Samstagnachmittag sein. Eine ganz andere Welt für den VfB, der am vergangenen Samstag in der heimischen Mercedes-Benz-Arena vor 25.000 Fans ein Testspiel gegen den FC Barcelona absolvierte (0:3)

Spielersteckbrief Beck
Beck

Beck Christian

Spielersteckbrief Pollasch
Pollasch

Pollasch Andreas

Trainersteckbrief Benbennek
Benbennek

Benbennek Christian

VfB Stuttgart - Vereinsdaten
VfB Stuttgart

Gründungsdatum

09.09.1893

Vereinsfarben

Weiß-Rot

BFC Dynamo - Vereinsdaten
BFC Dynamo

Gründungsdatum

15.01.1966

Vereinsfarben

Weinrot-Weiß

"Die Rollen sind klar verteilt. Wir sind klare Außenseiter"

Christian Benbennek, Trainer des BFC, nimmt die Rolle des Underdogs gerne an: "Die Rollen sind klar verteilt. Wir sind klare Außenseiter, egal wie Stuttgart aufstellt." Wie Stuttgart aufstellt, ist dabei ein gutes Stichwort. Denn die Schwaben plagen Verletzungspech und das Coronavirus. Top-Torjäger Sasa Kalajdzic, Tanguy Coulibaly und Nikolas Nartey wurden positiv getestet, weitere Spieler wie Silas und Chris Führich fehlen verletzt. Dass das kein Vorteil für den BFC ist, wollte Benbennek gleich mehrmals verdeutlichen: "Wir dürfen niemals vergessen, dass egal wie viele Spieler ausfallen, dass sie mit einer absoluten Top-Mannschaft anreisen, die in der ersten Bundesliga spielt und deutlich besser ist als unsere Mannschaft".

An Motivation fehlt es den Underdogs aus der Regionalliga aber nicht. Der 48-Jährige spricht von "einem Highlight, das die Mannschaft sich erkämpft hat". In der Tat war es ein langer Weg bis zur 1. Pokalrunde. Nicht nur sportlich, sonders besonders abseits des Rasens wurde es zur Hängepartie: Der BFC gewann zwar den Berliner Landespokal und wurde vom Berliner Fußballverband für den DFB-Pokal angemeldet, Fünftligist Blau Weiß 90 Berlin legte aber Revision ein. Letztendlich entschied das DFB-Bundesgericht für den BFC besiegelte damit die Teilnahme des Rekordmeisters der DDR-Oberliga.

Alle Pokalhelden noch dabei

Ein Vorteil, den Benbennek im Vergleich zu anderen unterklassigen DFB-Pokal-Teilnehmern sieht, ist die Kaderkonstellation der Berliner. "Wir haben das Glück, dass alle Pokalhelden weiter zu unserem Kader gehören", erklärte der gebürtige Soltauer. Viele Vereine müssten nach einer erfolgreichen Landespokal-Saison ihre Leistungsträger ziehen lassen, erklärte Benbennek. Einer, der erst in dieser Saison dazugestoßen ist, konnte bereits gute Erfahrungen mit dem DFB-Pokal machen: Christian Beck traf in zehn Partien dreimal - damals noch als Spieler des 1. FC Magdeburg. Eine weitere Anekdote, um Mut zu machen: Ein Tor gelang Beck gegen den FC Augsburg - mit Schwaben kennt sich der 33-Jährige also aus.

kon