Bundesliga

Pal Dardai & Co. heben den Spaßfaktor hervor

Hertha feiert nach Erfolg bei der Eintracht geschlossene Mannschaftsleistung

"Es geht nicht um den Trainer": Dardai hebt den Spaßfaktor hervor

Freute sich mit seinen Spielern: Hertha-Coach Pal Dardai.

Freute sich mit seinen Spielern: Hertha-Coach Pal Dardai. picture alliance/dpa

"Es geht nicht um den Trainer oder seinen Job", erklärte Hertha-Coach Pal Dardai nach dem 2:1 bei Eintracht Frankfurt direkt am "Sky"-Mikrofon. Der Erfolg sei wichtig, klar - aber "für die Jungs, weil ich sehe, wie die jede Woche arbeiten". Der viel diskutierte Coach aus Ungarn sprach also gar nicht über sich selbst. Das erledigten andere.

Es war auch für ihn, auf jeden Fall.

Herthas Marco Richter zur Bedeutung des Erfolgs für Coach Pal Dardai

"Wir haben vieles gut umgesetzt, es war auch für ihn, auf jeden Fall", meinte beispielsweise Marco Richter, der mit dem ersten Torschuss der Berliner in Frankfurt prompt das 1:0 besorgte. Sein erster Treffer in dieser Spielzeit sollte ein wegweisender sein. Im Anschluss spielte Hertha BSC nämlich ansehnlichen Fußball. Coach Dardai erklärte Durchgang eins für "perfekt".

Dardai erklärt erste Hälfte für "perfekt"

Der Grund dafür war die starke Defensivleistung seines Teams. Offensiv gelang auch einiges, doch nach dem 1:0 aus dem Nichts ließen die Hauptstädter oft die Effizienz vermissen. Am Ende aber gewann der Gast in Frankfurt trotz eines "unnötigen Elfmeters" (Dardai) gegen sich mit 2:1. Auch, weil der Trainer den richtigen Riecher hatte und Joker Jurgen Ekkelenkamp ins Spiel brachte. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf der junge Niederländer zum Abschluss eines tollen Konters, kurz nach Ablauf der ersten Stunde - und zwar mitten in eine Drangphase der Gastgeber hinein. Daher sprach Dardai von einer ebenso tollen zweiten Hälfte, "weil wir sind ruhiggeblieben". Verdient war das 2:0 in den Augen des Coaches also ebenso wie das 1:0, da sein Team sich aus der Druckphase der Eintracht mit schönem Kurzpassspiel befreit habe.

Ähnlich sah es auch Niklas Stark, der konstatierte: "Unser Augenmerk lag auf der Kompaktheit. Wenn wir so kompakt spielen, macht das Spiel viel mehr Spaß." Dabei seien andere Partien scheinbar nicht anders angegangen worden zu sein. Richter lobte gar die "wöchentlichen Pushes" seines Trainers. Vor der Begegnung am achten Spieltag sei es unter den Spielern daher auch der Tenor gewesen, dass es "von der ersten Sekunde an losgeht" und Attribute wie "kompakt zu stehen, Vollgas zu geben, die Zweikämpfe anzunehmen und dann die Tore zu erzielen" einfach einmal umgesetzt werden müssen.

Spieler und Trainer voll des Lobes

Bekanntlich hat dies nach zwei Bundesliga-Niederlagen in Serie endlich geklappt. Obendrein wurde Frankfurt von Hertha BSC nach fünf Partien (0/2/3) ohne Erfolgserlebnis im direkten Duell wieder besiegt und in der Tabelle überholt. "Das ist schön, weil, da muss ich jetzt nicht wieder erzählen, wie toll und gut die Jungs trainieren", freute sich Dardai, der anfügte: "Sie haben heute gut gespielt. Systematisch, taktisch, und auch mit Disziplin gegen den Ball." Daher meinte der zufriedene Ungar auf Nachfrage: "Wenn sich die Jungs so weiterentwickeln, dann macht das immer Spaß."

mje

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