Bundesliga

Union: Fischer bemängelt kurze Vorbereitungszeit

Alle Helsinki-Fahrer sind mit an Bord

"Es blieben nur zwei Tage": Fischer bemängelt kurze Vorbereitungszeit für die Bundesliga

Wird wohl noch einige Abende in Anzug in dieser Saison erleben: Union-Coach Urs Fischer.

Wird wohl noch einige Abende in Anzug in dieser Saison erleben: Union-Coach Urs Fischer. imago images/Matthias Koch

Der 1. FC Union Berlin hat jetzt ein Luxus-Problem. Wegen der Teilnahme an den Play-offs zur Europa Conference League bleibt zwischen einigen Bundesligaspieltagen nicht mehr so viel Raum. Erstmals ist das nun so vor dem Auswärtsspiel am morgigen Sonntag (15.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim.

"Wir hatten kaum Zeit"

Weil Union noch am Donnerstag mit dem Play-off-Hinspiel von Helsinki gegen Kuopion PS (4:0) zu tun hatte, war erst ab Freitagnachmittag nach der Rückkehr nach Berlin etwas Muße, um an Hoffenheim zu denken. "Wir hatten kaum Zeit, uns aufs Spiel vorzubereiten. Das ist eine neue Situation im Vergleich zur letzten Saison", sagte Trainer Urs Fischer am Samstag. "Wir mussten uns erst auf die Aufgabe KuPS vorbereiten. Für Hoffenheim blieben nur zwei Tage."

In denen ging es vor allem um Regeneration. Fahrradfahren, Pflege, Aufenthalte im Kühlbecken und der Konsum von Ergänzungsnahrung standen Fischer zufolge auf dem Programm. Zudem war das Abschlusstraining am Sonnabend für jene Akteure, die im Olympiastadion von Helsinki auf dem Rasen standen, nur eine sehr kurze Einheit.

Fischer mit viel Respekt vor der TSG

Fischer warnte vor Hoffenheim, nicht nur wegen des klaren 4:0-Erfolges der TSG zum Auftakt beim FC Augsburg. Fischer verwies auch darauf, dass der nächste Konkurrent saisonübergreifend seit neun Pflichtspielen nicht verloren hat. "Also da kommt eine schwere Aufgabe auf uns zu. Der Gegner bringt eigentlich alles mit: spielerische Qualität, Geschwindigkeit, Robustheit und Kompaktheit. Sie können sich immer wieder aus Drucksituationen befreien", so Fischer.

Immerhin könnte Union das Selbstvertrauen aus der vergangenen Spielzeit helfen. In Sinsheim gab es einen 3:1-Erfolg, im eigenen Stadion An der Alten Försterei ein 1:1. Außerdem zählt Hoffenheim zu den Lieblingsgegnern von Angreifer Max Kruse. Mit sechs verschiedenen Vereinen erreichte er gegen Hoffenheim die stolze Bilanz von neun Toren und sieben Vorlagen - inklusive der jeweils zwei Treffer und Assists für Union 2020/21.

In personeller Hinsicht kommen alle Helsinki-Fahrer für das Match gegen Hoffenheim in Frage. Gut möglich, dass Fischer auf der einen oder anderen Position rotieren lässt.

Matthias Koch