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Erneutes Gespräch: IOC sorgt sich um Peng Shuai

Treffen im Januar vereinbart

Erneutes Gespräch: IOC sorgt sich um Peng Shuai

Ihre Situation ist weiterhin unklar: Peng Shuai.

Ihre Situation ist weiterhin unklar: Peng Shuai. picture alliance / Xinhua News Agency

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat nach eigenen Angaben am Mittwoch ein weiteres Video-Gespräch Peng Shuai geführt. "Wir haben sie umfassend unterstützt, werden mit ihr in regelmäßigem Kontakt bleiben und haben bereits im Januar ein persönliches Gespräch vereinbart", teilte das IOC am Donnerstag in einer Stellungnahme mit. Am 21. November hatte IOC-Präsident Thomas Bach ein erstes Gespräch mit Peng Shuai geführt.

IOC sorgt sich um ihre persönliche Situation

Das IOC teilte in seiner Stellungnahme nun auch mit, es teile "die gleiche Sorge wie viele andere Menschen und Organisationen um das Wohlergehen und die Sicherheit von Peng Shuai". Es spreche seine "Bedenken", aber "direkt mit chinesischen Sportorganisationen an" und bevorzuge dabei den Weg der "stillen Diplomatie". Der "menschen- und personenzentrierte Ansatz" des IOC bedeute gleichwohl, "dass wir uns weiterhin um ihre persönliche Situation sorgen und sie weiterhin unterstützen werden".

Ebenfalls am Mittwoch hatte die Spielerinnen-Vereinigung WTA bekannt gegeben, alle Turniere in China und Hongkong mit sofortiger Wirkung auszusetzen. WTA-Chef Steve Simon sagte, er könne "von unseren Athletinnen nicht guten Gewissens verlangen, dort anzutreten, wenn Peng Shuai nicht frei sprechen darf und anscheinend unter Druck gesetzt wurde, ihren Vorwurf der sexuellen Übergriffe zurückzunehmen".

China verurteilt Entscheidung der WTA

China hat die Entscheidung der WTA verurteilt. Die Haltung Chinas sei deutlich, sagte ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums am Donnerstag. "Wir sind entschieden dagegen, dass der Sport politisiert wird", antwortete Außenministeriumssprecher Wang Weibin kurz und knapp auf die entsprechende Frage von Reportern.

Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch die bevorstehenden Winterspiele in Peking im Februar und die ohnehin anhaltende Kritik am Gastgeber-Land.

sid/tru