Tennis

Tennis: Mensiks Stern geht in Doha auf

Tennis am Donnerstag

Er wollte ein iPhone - und bekam so viel mehr: Mensiks Stern geht in Doha auf

Sein Stern ging in Doha auf: Jakub Mensik.

Sein Stern ging in Doha auf: Jakub Mensik. IMAGO/NurPhoto

Mensik ist gerade erst 18 Jahre alt geworden und war auf der Tennis-Tour noch ein ziemlich unbekannter Name - das hat sich nun grundlegend geändert. Dass der Tscheche talentiert ist, war zwar kein Geheimnis, dass er es aber jetzt schon mit den Topspielern auf der Tour aufnehmen kann, dürfte so manch einen überrascht haben.

Der 1,91 m lange Weltranglisten-129. ist aufgrund einer neuen ATP-Regel, wonach Spieler, die jünger als 20 Jahre sind und die sich unter den Top 250 befinden, eine Wildcard für ATP-Turniere erhalten können, in Doha am Start. Auf die Frage, warum er sich ausgerechnet für das Turnier im Wüsten-Emirat entschieden habe, gab der Teenager zu: "Weil jeder Teilnehmer ein iPhone erhält."

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Nun ist es aber so, dass Mensik weitaus mehr erhalten wird, als nur ein iPhone - und das hat er sich redlich verdient. Nach seinem in drei Stunden und 23 Minuten hart erkämpften 7:6 (8:6), 6:7 (3:7) und 7:6 (7:4)-Sieg über Andy Murray schlug er am Donnerstag sensationell die Nummer 1 der Setzliste Andrey Rublev mit 6:4, 7:6 (8:6) und erreichte das Halbfinale. "Es ist eine unglaubliche Woche, ich fühle mich großartig", sagte der Tscheche beim Siegerinterview auf dem Court und gab sich auch selbstbewusst: "Ich habe von Anfang an gut gespielt und ich wusste, dass ich mit den Big Playern mitspielen kann."

Sein sieg über Rublev beweist dies - es war zugleich sein erster Karriereerfolg gegen einen Top-5-Spieler, auch wird er ab kommender Woche in den Top 100 der Weltrangliste geführt werden. In der Runde der letzten Vier wartet nun mit Gael Monfils kein Top-5-Spieler, dafür aber einer mit jeder Menge Erfahrung. Der 37-Jährige zählt schon quasi zum Inventar auf der Tour - und erweist sich derzeit in überraschend guter Verfassung. Das bekam sein Landsmann Ugo Humbert zu spüren, der sich mit 2:6, 4:6 beugen musste.

drm