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Tour de France: Entwarnung bei Roglic - Tour-Aus für Top-Sprinter Ewan

Schwere Stürze überschatten auch die 3. Etappe

Entwarnung bei Roglic - Tour-Aus für Top-Sprinter Ewan

Rollte stark lädiert und mit Zeitrückstand über die Ziellinie: Top-Favorit Primoz Roglic.

Rollte stark lädiert und mit Zeitrückstand über die Ziellinie: Top-Favorit Primoz Roglic. picture alliance

Der letztjährige Gesamtzweite Roglic war einer der großen Verlierer der 3. Etappe bei der Tour - die erneut von mehreren schweren Stürzen überschattet war. Der Slowene landete zehn Kilometer vor dem Ziel im Straßengraben und kam sichtlich gezeichnet mit 1:21 Minuten Rückstand auf Tagessieger Tim Merlier ins Ziel.

Direkt im Anschluss begab sich Roglic zum Röntgen. Nach Angaben seines Teams Jumbo-Visma klagte der Slowene über Probleme am Steißbein. "Zum Glück ist alles in Ordnung, nichts ist gebrochen. Ich habe Schürfwunden am ganzen Körper", sagte Roglic am Montagabend nach dem Röntgen und blickte nach vorn: "So lange wir im Rennen sind, werden wir kämpfen." In der Gesamtwertung verlor er auf seinen großen Rivalen Tadej Pogacar wichtige Zeit und liegt nun 56 Sekunden hinter dem Titelverteidiger. Auf den weiterhin Gesamtführenden Mathieu van der Poel fehlen Roglic aktuell 1:35 Minuten.

Sagan erleidet Schnittwunde

Ein schwerer Sturz auf der Zielgerade hat derweil gravierende folgen für Top-Sprinter Caleb Ewan. Der Australier, der als großer Favorit bei den Massensprints gehhandelt wurde, musste die Tour mit einem Schlüsselbeinbruch vorzeitig beenden und wurde noch auf der Strecke im Krankenwagen behandelt. "Ich kann mich nicht an allzu viel erinnern, es ist alles so schnell passiert. Ich habe sofort starke Schmerzen gehabt", sagte der 26-Jährige: "Der Knochen ist an vier Stellen gebrochen. Ich werde operiert werden müssen." Der dabei ebenfalls zu Fall gekommene Slowake Peter Sagan kam glimpflich davon. Der dreimalige Weltmeister kann nach Angaben seines Teams Bora-hansgrohe trotz einer Schnittwunde an der Hüfte am Dienstag starten.

Stürze auch auf der 3. Etappe: Tour ist für Ewan beendet

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Thomas fährt trotz ausgekugelter Schulter weiter

Roglic' Sturz war auf der chaotischen Etappe aber nur eine Episode. Bereits nach 36 Kilometern war Mitfavorit Geraint Thomas gestürzt und hatte sich dabei die rechte Schulter ausgekugelt. Nach kurzer Behandlung stieg der Sieger von 2018 allerdings wieder aufs Rad - und ging nach der Etappe ebenfalls zum Röntgen, wo wie bei Roglic kein gebrochener Knochen festgestellt wurde.

Aufgabe eines Klassementfahrers

Bei einem weiteren Sturz wenige Kilometer vor dem Ziel erwischte es auch den Kapitän des Team Bahrain Victorious: Der für die Gesamtwertung vorgesehene Australier Jack Haig musste das Rennen mit einen gebrochenen Schlüsselbein und einer Gehirnerschütterung aufgeben.

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MK/dpa/sid

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