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1. FC Bocholt und SSVg Velbert spielen nur remis

Oberliga Niederrhein Aufstiegsrunde - 8. Spieltag

Entschleunigung im Titelkampf: 1. FC Bocholt und SSVg Velbert spielen nur remis

Wieder aufgestanden: Max Machtemes (Archivbild) sicherte mit seinem Freistoßtreffer in der Nachspielzeit seiner SSVg Velbert einen Punkt

Wieder aufgestanden: Max Machtemes (Archivbild) sicherte mit seinem Freistoßtreffer in der Nachspielzeit seiner SSVg Velbert einen Punkt IMAGO/Michael Ketzer

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Es wäre vielleicht zu hart, den Titelkampf an diesem Wochenende als "Schneckenrennen" zu bezeichnen, Fakt ist aber, dass sowohl Spitzenreiter 1. FC Bocholt als auch die SSVg Velbert an diesem Spieltag auf die Bremse getreten sind.

In der einzigen Samstagspartie wollte Velbert mit einem Sieg bei der SpVg Schonnebeck Druck aufbauen. Nach sieben Minuten rückte dieses Vorhaben in weite Ferne, da Barra in einen verunglückten Gäste-Querpass sprang, mit dem gewonnenen Ball Tempo aufnahm und flach ins linke Eck traf. Die SSVg erholte sich von diesem vermeidbaren Nackenschlag und glich in der 30. Minute aus. Aydin spitzelte die Kugel im Strafraumzentrum über die Linie.

Doch auch den Beginn der zweiten Hälfte verschlief der Tabellenzweite. In der 48. Minute kombinierte sich Schonnebeck mit mehreren akkuraten Doppelpässen durch die Velbert-Abwehr, Hoffmann schlenzte das Leder überlegt ins Netz. Dem 3:1 durch Küper in Minute 59 ging ein messerscharfer Steilpass voraus. In diesen Szenen wirkte es so, als ob der Klub aus dem Norden von Essen der Aufstiegsanwärter wäre. Der tatsächliche Aufstiegsanwärter verkürzte schon in der 61. Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter von Urban. Ein weiterer Standard bescherte der SSVg den Last-Minute-Punkt: Machtemes zirkelte den Freistoß mit einem gefühlvollen Linksschuss um die Mauer unhaltbar ins Eck.

Monheim mit starkem Bollwerk

So groß der Jubel über dieses Tor auch war, tags darauf hätte der 1. FC Bocholt - bei einem absolvierten Spiel mehr - auf sechs Punkte davonziehen können. Doch genauso wie Schonnebeck war auch der 1. FC Monheim ein zäher Gegner. Der FCM zeigte zwar wesentlich weniger spielerische Glanzlichter, dafür stand er defensiv sehr sicher. Vor allem in der ersten Halbzeit erzeugte Bocholt so gut wie keine Gefahr. Das änderte sich kurz nach Wiederanpfiff, als Torjäger Platzek den Monheimer Torwart Nowicki zu einer Glanzparade zwang. Doch dann verdichteten die Hausherren wieder die Räume, Bocholts Fans mussten bis zur 80. Minute auf die nächste Großchance warten, diesmal strich ein Schuss von Lipinski knapp über die Latte. Beim FCB tröstete man sich nach Abpfiff damit, dass der Vorsprung auf Velbert gleichgeblieben war.

Zu der sowieso schon großen Spannung kommt hinzu, dass sich am letzten Spieltag Velbert und Bocholt noch im direkten Duell gegenüberstehen. Die SSVg rechnet am 10. Juni mit einer großen Kulisse, bei Punktgleichheit zählt übrigens der direkte Vergleich.

Dank dieser beiden Unentschieden hat der VfB 03 Hilden noch immer eine minimale Restchance, zum lachenden Dritten zu werden. Der VfB schlug auswärts den 1. FC Kleve mit 2:0. Weber (36.) und Altuntas (72.) lauteten die Torschützen. Der Abstand auf Platz eins wurde damit auf fünf Punkte verringert, da aber nur noch zwei Spiele anstehen, müssten Bocholt und Velbert nicht nur auf die Bremse treten, sondern mit Karacho in den Rückwärtsgang schalten, um Hilden die Tür zur Regionalliga noch zu öffnen.

Zwei weitere Spiele im tabellarischen Niemandsland gingen am Sonntag ebenfalls über die Bühne: Der TVD Velbert trennte sich von Ratingen 04/19 mit 1:1, während Schwarz-Weiß Essen den TSV Meerbusch 5:1 deklassierte. Romano eröffnete in der 2. Minute die Tore-Show, Remmo schnürte den Doppelpack (12./15), ehe Romano noch zwei weitere Treffer beisteuerte (63./67.). Hoff erzielte in der 80. Minute den einzigen Treffer für Meerbusch. Essens Trainer Suat Tokat monierte zwar manche passiven Spielphasen seiner Elf, sagte aber auch: "Ich kann den Jungs nur ein Riesenkompliment machen. Sie sind gut marschiert und haben sich endlich mal belohnt, auch wenn heute wieder viele Chancen liegengeblieben sind. Die muss man sich aber auch erst mal erspielen."

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