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Ligue 1: Entgeisterung in Nantes - Schiedsrichter Tony Chapron nach Tritt suspendiert

Chapron nach skurriler Szene aus dem Verkehr gezogen

Entgeisterung in Nantes - Schiri nach Tritt suspendiert

Die Krönung des Irrsinns: Schiedsrichter Tony Chapron zückt die Rote Karte - die eigentlich er hätte sehen müssen.

Die Krönung des Irrsinns: Schiedsrichter Tony Chapron zückt die Rote Karte - die eigentlich er hätte sehen müssen. imago

Die skurille Szene ereignete sich in der Nachspielzeit des Duells zwischen dem FC Nantes und Paris Saint-Germain : Bei einem PSG-Konter kreuzten sich die Laufwege von Nantes-Profi Diego Carlos und dem Schiedsrichter im Mittelfeld versehentlich. Chapron geriet ins Straucheln und fiel hin. Am Boden liegend trat er gegen den verdutzten Brasilianer nach. Und damit nicht genug: Chapron zeigte dem Spieler wegen unsportlichen Verhaltens die Gelb-Rote Karte (90.+1). Tabellenführer PSG brachte den knappen 1:0-Erfolg über die Zeit.

"Das ist ein Witz": Nantes kann es nicht fassen

Beim FC Nantes herrschte nach dem Spiel Fassungslosigkeit. "Das ist ein Witz. Ich habe über 20 Nachrichten aus ganz Europa bekommen und alle sagen, dass der Schiedsrichter ein Witz ist", sagte Präsident Waldemar Kita im französischen Fernsehen: "Was soll ich sagen? Wenn ich zu viel sage, werde ich vor eine Ethik-Kommission gestellt. Wir haben kein Recht, irgendwas zu sagen." Der Präsident hatte Chapron nach dem Spiel zur Rede gestellt. Dieser behauptete, dass er den Spieler nicht treten wollte, aber "einen Stoß im Rücken gespürt" habe.

Wenn wir das getan hätten, hätten wir eine Zehn-Spiele-Sperre bekommen.

Mittelfeldspieler Valentin Rongier

Diese Sichtweise könnte er relativ exklusiv haben. "Er sagte, er ist ausgerutscht, aber ich weiß, dass er ihn getreten hat", sagte Nantes-Mittelfeldspieler Valentin Rongier bei "Canalplus": "Ich weiß, es ist sehr schwer, Schiedsrichter zu sein, aber von Zeit zu Zeit muss man sie infrage stellen. Wenn wir das getan hätten, hätten wir eine Zehn-Spiele-Sperre bekommen."

Carlos wird nicht gesperrt - Chapron entschuldigt sich

Folgen hatte die Aktion für Chapron bereits am Montag: Der französische Fußball-Verband (FFF) suspendierte den Schiedsrichter bis auf Weiteres. Eigentlich hätte er am Mittwoch die Partie Angers gegen Troyes leiten sollen. Zudem muss der 45-Jährige sich vor der Disziplinarkommission der Liga verantworten. Diese erklärte am Montagabend, dass Carlos' zweite Gelbe Karte zurückgenommen und der Spieler damit nicht gesperrt wird.

Chapron entschuldigte sich inzwischen. Seine Reaktion sei "ungeschickt" und "unangemessen" gewesen: "Bei der Kollision habe ich einen starken Schmerz in meinem Rücken gespürt, an dem ich kürzlich verletzt war. Meine unglückliche Reaktion war, mein Bein dem Spieler entgegenzustrecken", sagte er gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP.

ski