3. Liga

Schlusslicht MSV Duisburg: "Müssen Punkte mitnehmen"

Größte Krise beim MSV seit mindestens 70 Jahren

Englische Woche für Schlusslicht Duisburg: "Müssen Punkte mitnehmen"

Boris Schommers bleibt trotz der Negativserie seiner Duisburger weiter optimistisch.

Boris Schommers bleibt trotz der Negativserie seiner Duisburger weiter optimistisch. IMAGO/foto2press

Duisburg bleibt auch mit Abschluss des 16. Spieltags auf dem letzten Platz in der Tabelle der 3. Liga. Nach der 0:2-Niederlage beim SV Sandhausen wollte Trainer Boris Schommers die "verdiente Niederlage" gar nicht groß aufarbeiten: "Wir haben Gott sei Dank nur drei Tage Zeit, um es im nächsten Spiel besser zu machen." Bereits am Mittwoch (19 Uhr, LIVE! bei kicker) muss das Schlusslicht aus Meiderich zum Nachholspiel beim 1. FC Saarbrücken antreten.

Torhüter Vincent Müller sah in der Aufgabe am Mittwoch ein Spiel, "das wir auch gewinnen müssen". Und wieder drei Tage später erwarten die Zebras den Aufsteiger und Mitbewerber im Kampf um den Klassenerhalt VfB Lübeck zum "Schicksalsspiel" in der Schauinsland-Reisen-Arena.

Die letzten Spiele des MSV in der 3. Liga:

Schommers sprach bereits der vor dem Sandhausen-Spiel davon, dass man "unbedingt punkten" müsse. Allerdings dürfe man nicht davon ausgehen, in Sandhausen mit 3:0 zu gewinnen. "Genauso ist es jetzt auch in Saarbrücken, die gerade in einen Flow kommen - leider wieder zu einem, für uns, unpassenden Zeitpunkt", blickte der Trainer auf die Chancen gegen den FCS, der zuletzt zwei Spiele in Folge zu null gewinnen konnte, auf der Pressekonferenz vor der Partie voraus. "Am Mittwoch wollen wir, am Samstag müssen wir punkten. Klar ist, dass wir aus dieser Woche noch Punkte mitnehmen müssen."

Größte Vereinskrise seit mindestens 70 Jahren

Kapitän Sebastian Mai erklärte gegenüber "MagentaSport" nach der vierten Niederlage im fünften Spiel unter Schommers: "Ich mache mir eigentlich keine Sorgen. Ich habe dafür keine Zeit." Der Abwehrchef, der beim Gastspiel am Samstag erneut in der Sturmspitze aushelfen musste, hält nichts vom Blick in den Rückspiegel. Er forderte ebenfalls "nach vorne zu blicken".

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Als Weg aus der größten Vereinskrise seit mindestens 70 Jahren riet Mai: "Wir müssen arbeiten, arbeiten, arbeiten, um da unten rauszukommen." Torhüter Müller wollte die Flinte ebenfalls nicht ins Korn werfen: "Die Hoffnung geht nicht verloren. Sie bleibt." Aus Sicht des Keepers ist die größte Baustelle die Offensive: "Gerade vorne, im letzten Drittel, müssen wir weiter daran arbeiten."

Den Zebras gelangen in 15 Spielen nur neun Tore. Unter Schommers jubelten die Fans nur zweimal: einmal nach einem Eigentor, einmal nach einem Elfmeter. Der andere Krisenherd ist das Verteidigen von Standardsituationen: In drei von vier Spielen kassierte der MSV zuletzt dadurch einen Gegentreffer. In Sandhausen lenkte Mai eine Ecke ins eigene Tor. Sein Trainer zur Panne: "Ich habe vorher gesagt, dass wir da akribisch dran arbeiten. Umso mehr ärgert mich dieses Gegentor."

"Wir brauchen die Erfolgserlebnisse als Brustlöser."

BORIS SCHOMMERS

Schommers' Plan bis zum Jahreswechsel steht: "Der gemeinsame Weg ist der gleiche geblieben. Das heißt: Wir wollen bis zum Winter an den Strich rankommen, aber davor haben wir noch wichtige Spiele." An Zuversicht mangelt es dabei nicht: "Das Ziel können wir noch erreichen. Wir brauchen aber Erfolgserlebnisse als Brustlöser, um letztendlich über dem Strich zu stehen."

Bitter-Einsatz nach Auswechslung fraglich - Mai erneut im Sturm

Zu allem Übel hat sich Joshua Bitter gegen Sandhausen nach 16 Minuten verletzt und musste mit einem Pferdekuss vom Platz. Die Diagnose lautet: "Hüft- und Oberschenkelprellung." Ob der Abwehrspieler bereits am Mittwoch wieder zum Einsatz kommt, ließ Schommers offen. Die Chancen stünden bei "Fifty-Fifty". Weiter ausfallen werden Chinedu Ekene und die Langzeit-Verletzten Alaa Bakir, Pascal Köpke und Dennis Smarsch.

Im Angriff ist Alexander Esswein nach abgesessener Gelb-Sperre wieder einsatzfähig. Dort wird aller Voraussicht nach aber erneut Mai starten: "Basti hat die erste Chance im Sturm bekommen und bekommt auch die zweite", verkündete Schommers.

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