Bundesliga

Endo: Seit 24 Monaten beim VfB, seit 21 Monaten unersetzlich

Stuttgart: Japaner feiert heute zweijähriges Jubiläum - Start mit Schwierigkeiten

Endo: Seit 24 Monaten beim VfB, seit 21 Monaten unersetzlich

Stuttgarts Kapitän Wataru Endo (vorne) "wirkt fit und spritzig".

Stuttgarts Kapitän Wataru Endo (vorne) "wirkt fit und spritzig". imago images/Sportfoto Rudel

Es war der typische Last-Minute-Transfer Mislintatscher Prägung. Völlig unerwartet zog Sven Misintat den Mittelfeldspieler am 13. August 2019 aus dem Hut. So überraschend, dass Tim Walter so gar nichts mit dem Neuzugang von VV St. Truiden anfangen konnte und wollte. Der damalige Trainer ließ den Japaner, der ohne Absprache verpflichtet worden war, links sitzen. Neben sich auf der VfB-Bank. Drei Monate lang. Auch gegen die Einwände seines Sportvorstands, mit dem er wegen dieser Personalie sogar mehrmals über Kreuz lag.

Gegen den KSC durfte Endo zeigen, was er kann

Einem Kurzeinsatz am 3. November (Einwechslung in der 89. Minute beim 3:1 gegen Dresden) folgten schließlich 90 Minuten Auswechselbank die Woche darauf beim 0:1 in Osnabrück. Eine Niederlage, die den Coach und seine Mannschaft vor dem baden-württembergischen Derby gegen den KSC mächtig unter Druck setzte. Mit der Folge, dass Walter am 24. November gegen die Badener den damals 26-jährigen Mittelfeldspieler trotz seiner anfänglichen Zweifel in die Startelf beorderte. Mit einer guten Leistung (kicker-Note 2,5) unterstrich Endo beim 3:0-Erfolg schließlich seine Qualitäten, die seither immer mehr gefragt sind.

Spielersteckbrief W. Endo
W. Endo

Endo Wataru

Trainersteckbrief Matarazzo
Matarazzo

Matarazzo Pellegrino

Bundesliga - 1. Spieltag
mehr Infos

Matarazzo: "Er wirkt fit, spritzig"

Aus der einjährigen Leihe wurde mittlerweile ein Vertrag bis 2024. Aus dem unerwünschten Neuzugang der neue Kapitän. Pellegrino Matarazzo ist froh, dass der Japaner nach seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen in seiner Heimat jetzt rechtzeitig wieder zurück und für die Bundesliga einsatzbereit ist. "Er macht, etwas überraschend, einen guten, frischen Eindruck, wirkt fit, spritzig", erklärt der aktuelle Chefcoach. "Man hat das Gefühl, dass er nie weg war, und dass er froh ist, zurück zu sein."

Zum Start in die neue Saison am Samstag gegen Aufsteiger Fürth und angesichts der herrschenden Personalknappheit bei den Schwaben dürfte ein Startplatz für den Mittelfeldspieler außer Frage stehen. Auch wenn Matarazzo dies nicht offen zugeben möchte. "Er ist eine Option", heißt es auf die Frage nach dem Japaner lapidar. Allerdings bleibt die Wichtigkeit des neuen Kapitäns unangezweifelt. "Wataru tut der Mannschaft gut mit seiner Energie, seinem Spielverständnis und seiner Defensivstärke auf der Sechs." Mehr denn je.

Georgios Moissidis

Sonderfall Köln: Die Kapitäne der Bundesligisten