3. Liga

Osnabrück feiert ersten Heimsieg in der Liga

VfL zuvor ohne Punkt an der Bremer Brücke

"Endlich belohnt": Osnabrück feiert ersten Heimsieg in der Liga

Osnabrücks Keeper Philipp Kühn feierte den ersten Heimsieg der Saison mit den Fans.

Osnabrücks Keeper Philipp Kühn feierte den ersten Heimsieg der Saison mit den Fans. Getty Images

Philipp Kühn war nach dem 2:1-Erfolg über die Dortmunder Reserve sichtlich gut gelaunt. Der Torhüter des VfL Osnabrück sprach am Mikrofon von "Magenta Sport" unter anderem von seiner "wichtigen Aktion" direkt vor den eigenen Anhängern. Beim Stand von 1:0 hatte der Torhüter kurz vor der Pause einen Elfmeter des Dortmunders Tobias Raschl gehalten. Mit seiner stärksten Tat des Abends brachte er "auf jeden Fall" einen Ruck durch Team und Fans, wie er selbst meinte.

"In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte sind wir geschwommen", wusste nämlich auch Kühn. "Es war wichtig, mit der Führung in die Pause zu gehen. Danach konnten wir uns neu berappeln - und ich glaube wir haben die Brücke mitgenommen."

Wir haben die Brücke mitgenommen.

Philipp Kühn

"Die Brücke". Damit ist die Bremer Brücke in Osnabrück gemeint. Dort hatte der VfL in zwei Ligaspielen zuvor nicht einen Zähler erzielt. Gegen Wiesbaden und Duisburg gelangen den Lila-Weißen bei beiden 0:1-Niederlagen obendrein nicht einmal ein Tor. "Druck" habe laut Kühn daher zwar nicht auf ihm und seinen Kollegen gelegen, "die Art und Weise, wie wir gespielt haben" sei schließlich bereits in den ersten beiden Drittligapartien des Absteigers im eigenen Wohnzimmer in Ordnung gewesen. Schlicht an Effektivität habe es Osnabrück noch gefehlt. Der insgesamt zweite Sieg in der bis dato ausgeglichenen Spielzeit (2/1/2) war letztlich also ein Wichtiger.

Die Trainer in der 3. Liga

Trainer Daniel Scherning war dies ebenso bewusst. Er war froh, einen dieser "besonderen Tage hier, wenn's dunkel ist und das Flutlicht angeht", endlich in drei Punkte umgemünzt zu haben. "Es freut mich ungemein, dass die Mannschaft sich selbst und auch das Publikum belohnen konnte." Dieses habe "einen großen Anteil am Sieg", meinte der 37-Jährige . Nach zuvor bereits "tollen Heimspielen" sei das passende Ergebnis endlich erzwungen worden. Ein gutes Beispiel dafür war Kapitän Marc Heider, der bei seinem frühen 1:0 zwar von einem Torwartfehler des Dortmunders Luca Unbehaun profitiert hatte - doch soweit müsse es aber erstmal kommen, meinte sein Trainer.

Coach Scherning lobt den Willen

Insgesamt war der Wille beim VfL sichtlich vorhanden. Zwar hatte Osnabrück durchaus Probleme mit der Dortmunder Reserve, Coach Scherning - der sowohl einen Platzverweis für Lennard Maloney auf der Gegenseite als auch einen für seinen Spieler Ulrich Taffertshofer mit ansah - war aber allen voran über das "sehr, sehr gute" Defensivspiel seines Teams gegen die "brutale Mannschaft" der Schwarz-Gelben voller starker Individualisten zufrieden. Kleinere Fehler im Spielaufbau seien zudem "durch viel Kampf wettgemacht" worden.

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Das "schwere Spiel" am Wochenende beim ebenfalls erfolgreichen Türkgücü München (Samstag, 14 Uhr, LIVE! bei kicker) hatte VfL-Trainer Scherning derweil bereits im Kopf. Torhüter Kühn freute sich zuvor lieber noch über eine "Bremer Brücke, wie wir sie lieben". Für den großen Aufwand habe sich das Team nach den beiden Saisonniederlagen zu Hause "endlich belohnt, endlich einen Heimsieg" errungen - und damit die ohnehin gutgestimmten Fans (die im DFB-Pokal an der Bremer Brücke immerhin schon einen Erfolg über Werder Bremen bejubeln durften, Anm. d. Red.) noch einmal hinter sich gebracht.

mje