Bundesliga

Gladbach: Elvedi und Seoane erkennen das Leid

Torgefahr ist nur in Phasen erkennbar

Elvedi und Seoane erkennen das Gladbacher Leid

Erkennt die Schwachstellen seiner Gladbacher Mannschaft in diesen Tagen: Trainer Gerardo Seoane.

Erkennt die Schwachstellen seiner Gladbacher Mannschaft in diesen Tagen: Trainer Gerardo Seoane. IMAGO/Jan Huebner

Auch eine Woche vor dem wichtigen Heimspiel gegen den Tabellennachbar VfL Bochum (Samstag um 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bleibt die Lage in Gladbach angespannt. Zwar gab es in Leipzig beim klaren Favoriten eine durchaus erwartbare 0:2-Niederlage, womit die Elf vom Niederrhein bei den mageren fünf Saisonsiegen und erst 22 Punkten stehenblieb - doch gerade das Angriffsspiel sorgte einmal mehr für die größten Sorgenfalten.

Gleich dreimal in den vergangenen vier Ligaspielen blieben die Fohlen nun schon ohne eigenen Treffer, überhaupt gelangen nur zwei Tore in den jüngsten fünf Bundesliga-Partien. Zu wenig für die eigenen Ansprüche.

Und an sich hätte in Sachsen etwa ein 1:2-Anschlusstreffer gelingen können: Joker Nathan Ngoumou hatte etwa in der 68. Minute einen Treffer auf dem rechten Fuß, schoss aber rechts knapp neben den Kasten des insgesamt recht beschäftigungslosen RB-Keeper Peter Gulacsi. Später war Stürmer Jordan hochgestiegen, sein Kopfball allerdings links neben das Leipziger Gehäuse gegangen.

"Das müssen wir ändern"

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Kurzum: Es fehlte an der notwendigen Zielgenauigkeit im Gladbacher Offensivspiel, das allerdings auch sonst Raum für Verbesserung offenbart hatte.

Abwehrmann Nico Elvedi, der wie sein Abwehrkollege Ko Itakura gegen Bochum aufgrund der jeweils erhaltenen 5. Gelben Karte fehlen wird und den Schweizer Trainer Gerardo Seoane zu Umbaumaßnahmen zwingt, erkannte beim Gespräch mit Sky etwa: "Wir waren vor allem in der ersten Hälfte offensiv zu ungefährlich, beim letzten Pass hat die Konsequenz gefehlt. Dann schlafen wir noch am Anfang und fangen uns hier das 0:1."

Das seien aus seiner Sicht die entscheidenden Faktoren für den verdienten Leipziger Sieg gewesen. Oder anders formuliert: "Zu wenig Zielstrebigkeit vor dem Tor, zu wenig Spielfreude vor dem Tor - das müssen wir ändern."

Coach Seoane hatte diese Punkte ebenfalls erkannt, adressiert und sich baldige Verbesserung gewünscht. Sein Kommentar zu den Offensivproblemen seiner Schützlinge: "Es gab Kopfbälle, es gab Situationen. Wir haben aber nicht genau genug geschossen, wir haben nicht genau genug geköpt, wir waren unsauber im Abschluss und waren zu wenig entschlossen." Gegen Bochum wird sich zeigen, ob wieder mehr Kreativität und Esprit Einzug finden wird ins Spiel der Gladbacher Borussia, die an sich mit bereits 36 erzielten Toren ja mehr Treffer auf der Habenseite hat als elf (!) andere Bundesligisten - darunter Klubs wie Eintracht Frankfurt oder das aufstrebende Werder Bremen.

mag

Bilder zur Spielpaarung Leipzig gegen Gladbach