Bundesliga

Regeln zu Elfmeter-Wiederholung: Gikiewicz riskierte Gelb-Rot

Das sagen die Regeln zu Leipzigs 1:0 gegen Augsburg

Elfmeter-Wiederholung: Wie Gikiewicz Gelb-Rot riskierte

Nutzlose Parade: Rafal Gikiewicz hält Dani Olmos ersten Elfmeter in Leipzig.

Nutzlose Parade: Rafal Gikiewicz hält Dani Olmos ersten Elfmeter in Leipzig. imago images

Fast wäre Dani Olmos erster Elfmeter im Trikot von RB Leipzig gleich als Fehlschuss vermerkt worden. Doch Rafal Gikiewicz "löschte" den Eintrag gewissermaßen aus dessen Statistik.

Weil der Torhüter des FC Augsburg am Freitag in Leipzig (Endstand: 1:2) bei seiner Elfmeter-Parade gegen Dani Olmo zu früh vor die Torlinie getreten war, ließ Schiedsrichter Felix Zwayer den Strafstoß regelkonform wiederholen. "Bei der Ausführung des Strafstoßes muss sich der Torhüter mindestens mit einem Teil eines Fußes auf oder über der Torlinie befinden", heißt es in den Regeln.

Gikiewicz hat Glück, dass Dani Olmo im zweiten Versuch trifft

Im zweiten Versuch brachte Dani Olmo die Leipziger mit 1:0 in Führung, obwohl Gikiewicz im Moment des Schusses erneut mit beiden Füßen vor der Linie gestanden hatte. Geht der Ball trotz eines Torhüter-Vergehens ins Tor, zählt es auch. Trotzdem hatte Gikiewicz in diesem Moment Glück.

Denn: Der Keeper hatte wegen Meckerns über den Elfmeterpfiff bereits Gelb gesehen und riskierte mit seinen Strafstoß-Verstößen eine frühe Gelb-Rote Karte. In Regel 14 heißt es: "Führt das Vergehen des Torhüters (beim Elfmeter, d.Red.) zu einer Wiederholung des Strafstoßes, wird der Torhüter für das erste Vergehen während des Spiels ermahnt und für jedes weitere Vergehen während des Spiels verwarnt."

Das heißt: Hätte Gikiewicz auch den zweiten Elfmeter pariert, hätte er die Ampelkarte sehen müssen und Dani Olmo ein drittes Mal antreten dürfen - dann mutmaßlich im Duell mit Augsburgs Ersatzkeeper Tomas Koubek.

jpe

Bilder zur Partie RB Leipzig - FC Augsburg