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FC 24: Elf Meter zwischen Himmel und Hölle - WM-Drama bei RB

Vejrgang verliert Finale in letzter Sekunde

Elf Meter zwischen Himmel und Hölle: Doppel-Drama im Leipziger WM-Kampf

Brachte seine Kritiker einmal mehr zum Schweigen: 'RBLZ_Vejrgang'.

Brachte seine Kritiker einmal mehr zum Schweigen: 'RBLZ_Vejrgang'. kicker eSport/EA SPORTS

Anders Vejrgang hat das erklärte Leipziger Ziel erreicht und sich für die Einzel-WM in FC 24 qualifiziert. RBLZ-Teamkollege Umut Gültekin konnte hingegen kein Ticket lösen. Diese Entscheidungen fielen am Samstagabend in den Viertelfinals der FC Pro Open. Der Däne schlug den Brasilianer Gabriel 'Young' Freitas auf die knappste Weise. Der amtierende kicker eFootballer des Jahres musste sich dem Niederländer Levi de Weerd nach mehr als 120. Ingame-Minuten geschlagen geben. Für Vejrgang nahm das Event dann einen sogar noch dramatischeren Verlauf.

3:3 und 5:5 - RBLZ bieten torreiche Spektakel

Gleichzeitig starteten 'RBLZ_Umut' und 'RBLZ_Vejrgang' in ihre Viertelfinals. Was auch bedeutete, dass die Zuschauer im Livestream von EA SPORTS nicht die komplette FC-24-Action zu sehen bekamen. Das erste Tor fiel in Vejrgangs Partie - der Däne geriet früh in Rückstand. Ganz anders Gültekin, der nach einer Ingame-Viertelstunde das 1:0 erzielte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sein Teamkollege gegen 'Young' schon wieder ausgeglichen. 

Was sind die FC Pro open?

  • Die FC Pro Open sind ein von EA SPORTS für FC 24 neu implementiertes eSport-Format. In Regional und Global Qualifiern wurden die 20 weltbesten Spieler ermittelt, die in vier Gruppen aufgeteilt waren. Über rund zwei Monate hinweg spielte jeder eSportler zweimal gegen jeden Gruppengegner. Die zwei jeweils Bestplatzierten zogen am Ende in die Finals ein, die im K.-o.-System ausgetragen werden. 

Wenig später stand es auch in Gültekins Spiel 1:1 - de Weerd hatte sich durch die Mitte kombiniert. 'RBLZ_Anders' traf in der 34. Ingame-Minute zum 2:1, kassierte aber noch vor der Pause das 2:2. 'RBLZ_Umut' wiederum ging dank einer sehenswerten Eckenvariante mit einer knappen Führung in die Halbzeit. Diese hielt im zweiten Durchgang allerdings nicht lange an, de Weerd glich erneut aus. In den Schlussminuten musste der Deutsche zweimal in höchster Not blocken, um sich in die Verlängerung zu retten.

Diese musste auch bei Vejrgang her: Das 4:3 des 18-Jährigen konterte Kontrahent Freitas fünf Ingame-Minuten vor dem Abpfiff. In der Verlängerung ergab sich das umgekehrte Bild: 'Young' traf spät zum 5:4, 'RBLZ_Anders' erzwang jedoch mit einem Last-Minute-Treffer das Elfmeterschießen. Ebenfalls vom Punkt entschieden wurde das Duell zwischen Gültekin und de Weerd. Der Niederländer hatte mit 3:2 vorgelegt, 'RBLZ_Umut' das 3:3 folgen lassen - zweimal pures Drama. 

Nur bei Vejrgang hält das Nervenkostüm stand

Die Höhepunkte folgten jeweils aus elf Metern. Gültekin war als erster RB-Profi an der Reihe und vergab seinen zweiten Strafstoß. De Weerd blieb wiederum cool und zog auf 3:1 davon. 'RBLZ_Umut' war nun massiv unter Druck - und knickte ein. Er scheiterte ein zweites Mal in Folge, sein Gegner warf ihn mit dem vierten erfolgreichen Schuss aus dem Wettbewerb. Die erste WM-Chance ist für Gültekin dahin, die zweite erhält er über die Virtual Bundesliga. Der deutsche eNationalspieler äußerte sich nach seinem Aus via X. Er fühle sich "unfassbar leer" und wisse nicht, "wie ich mich motivieren soll, noch weiterzuspielen"

Kurz darauf war es an Vejrgang, das Worst-Case-Szenario aus RB-Sicht zu verhindern. Beim Stand von 3:2 für ihn versagten 'Young' die Nerven: Er zielte hoch in die Mitte, der Leipziger roch den Braten und blieb stehen. Danach ließ 'RBLZ_Vejrgang' nichts mehr anbrennen, versenkte seine letzten beiden Strafstöße und qualifizierte sich für die FC Pro World Championship im Sommer. Leipzig schloss die Viertelfinals folglich mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab. 

4:1 in Führung, am Ende wird dennoch gezittert

Vejrgang fand aus dem unbändigen Jubel heraus schnell wieder seine Konzentration. Schließlich war nicht viel Zeit bis zum Halbfinale. In diesem ging es gegen de Weerd - die große Chance auf Revanche für seinen Mannschaftskameraden. 'RBLZ_Vejrgang' legte furios los und traf schon nach neun Ingame-Minuten zum 1:0. Verunsichern konnte er seinen Gegner dadurch aber nicht, de Weerd schlug recht zügig zurück - nur um kurz darauf wieder einen Treffer vom Leipziger zu kassieren. 

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Sekunden vor dem Abpfiff der ersten Hälfte erhöhte Vejrgang auf 3:1, nach dem Seitenwechsel zog er sogar auf 4:1 davon. Die Partie schien entschieden zu sein - doch de Weerd bäumte sich noch mal auf. Durch einen Doppelschlag kam der Team-Gullit-Profi bis zur Schlussphase auf 3:4 heran. In den letzten Momenten des Duells musste 'RBLZ_Vejrgang' noch zwei brenzlige Situationen überstehen: De Weerds Fernschüsse fanden ihr Ziel aber nicht. Der Leipziger stand im Finale der FC Pro Open. 

Grandioser Schlagabtausch - Last-Second-Pleite

Dort musste er gegen Paulo Henrique de Souza Chaves Ferreira antreten - kurz: 'PHzin'. Der Brasilianer hatte im Halbfinale zuvor eChampions-League-Sieger Emre Yilmaz mit 8:2 aus dem Londoner Studio geschossen. Eine Mammutaufgabe für den RBLZ-eSportler, der um seinen ersten großen internationalen 1vs1-Titel kämpfte. Nach kurzer Abtastphase öffneten beide ihre Visiere: Zwischen dem 1:0 für 'PHzin' und dem 2:2 für Vejrgang lagen nur zehn Ingame-Minuten. Die Kommentatoren kamen kaum hinterher. 

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'PHzin' traf im Anschluss den Pfosten, der Däne war präziser: Kurz vor der Pause schweißte er den Ball ins rechte obere Eck und ging mit 3:2 in Führung. Ein Schock für den Brasilianer? Nicht wirklich. Ferreira startete fokussiert in den zweiten Abschnitt, glich zügig aus und drehte das Geschehen sogar zum 4:3. Doch das hochkarätige Finale blieb seinem bisherigen Muster treu, Vejrgang stellte nur wenig später auf 4:4. 

Den besseren Auftakt in die letzte halbe Ingame-Stunde erwischte dann wieder 'PHzin': Vejrgangs Verteidiger kam einen Schritt zu spät, um das 5:4 des Ajax-Profis zu verhindern. Der Leipziger vergab in der Folge eine riesige Chance aufs fast leere Tor - nur um danach trotzdem das 5:5 zu erzielen. Dieses Ergebnis verteidigten beide Finalisten anschließend grandios. Bis tief in die Nachspielzeit hinein. 

Der frisch gebackene Champion der FC Pro Open: 'PHzin'. kicker eSport/EA SPORTS

Ein vermeidlicher Ballverlust von 'RBLZ_Vejrgang' knapp vor dem eigenen Sechzehner bescherte 'PHzin' die letzte Gelegenheit der Partie. Von der rechten Seite flankte er quer durch den Strafraum, legte per Kopf in die Mitte und hämmerte das digitale Leder zum entscheidenden 6:5 ins Leipziger Gehäuse. Ein Spielzug, den Ferreira im Finale schon einige Mal gezeigt hatte - und der zum perfekten Zeitpunkt funktionierte. 'PHzin' erhielt über den Pokal hinaus auch den Löwenanteil des Preisgelds in Höhe von 80.000 US-Dollar. Vejrgang hingegen muss diese bittere Final-Pleite erst mal verdauen. Das WM-Ticket könnte trösten. 

nas

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